Dynamos nehmen Schubert in Schutz: "Das passiert den besten Torhütern"

Dresden - Ein Kommunikationsproblem zwischen Dynamos Torhüter Markus Schubert und Außenverteidiger Linus Wahlqvist kostete sechs Minuten vor Schluss den verdienten Auswärtspunkt.

Markus Schubert guckt am Boden liegend dem Ball entgeistert hinterher, Brian Hamalainen kann nicht mehr retten - das 1:0 für den HSV war aus Dynamo-Sicht extrem unglücklich.
Markus Schubert guckt am Boden liegend dem Ball entgeistert hinterher, Brian Hamalainen kann nicht mehr retten - das 1:0 für den HSV war aus Dynamo-Sicht extrem unglücklich.  © DPA

Am Ende standen die Schwarz-Gelben wieder mit leeren Händen da, konnten aber erhobenen Hauptes nach Hause fahren.

Sowohl das Hin- als auch das Rückspiel ging gegen den Hamburger SV mit 0:1 verloren. In beiden Partien war mehr für die Dresdner drin - da ist der Dino im Vergleich noch etwas zu abgezockt, zu kaltschnäuzig!

"Ein großes Kompliment für eine sehr leidenschaftliche und couragierte Leistung", sprach Dynamos Co-Trainer Ovid Hajou nach dem Montagabendspiel ein Lob an sein Team aus. "Nur leider haben Leistung und Ertrag mal wieder nicht so zusammengepasst."

In alter 3-4-3-Manier, die im Abwehrverhalten mehr zu einem 5-4-1-Bollwerk wurde, verteidigten die Dynamos mit neun Feldspielern am eigenen Sechzehner, Moussa Koné wartete dagegen auf Konter. "Kompakt stehen und Nadelstiche setzen", nannte Hajou die Taktik.

Einen Vorstoß hatte Koné (52.) auch, der die beste herausgespielte Chance des Abends nicht in Erfolg ummünzen konnte. "Mit ein bisschen Glück gehen wir da in Führung und damit auch als Gewinner vom Platz", trauerte Hajou der vergebenen Möglichkeit nach.

Auch von den mitgereisten Dynamo-Fans gab es für Markus Schubert vor allem aufmunternde Worte.
Auch von den mitgereisten Dynamo-Fans gab es für Markus Schubert vor allem aufmunternde Worte.  © Imago

HSV-Coach Hannes Wolf fiel dabei ein Stein vom Herzen: "Einen großen Dank an unseren Torhüter Julian Pollersbeck, der den Schuss von Koné fantastisch hält - da kann das Spiel auch mal kippen."

Am Ende entschied bei den Schwarz-Gelben ein Kommunikationsfehler über Remis oder Niederlage. "Der Ball setzte kurz vorm Strafraum auf, ich kam raus und wollte den fangen", schilderte Schubert die Situation in der 84. Minute.

"Ich habe 'Torwart' gerufen", ergänzt der 20-jährige Schlussmann, doch Wahlqvist hatte das Codewort anscheinend überhört, wollte stattdessen den Ball zum Torhüter zurückspielen - ein entscheidender Fauxpas!

"Schubi" schoss beim Klärungsversuch Gegner Lewis Holtby an, der nur noch ins leere Tor vollenden musste. "Im Nachhinein muss ich den Ball ins Seitenaus oder zur Ecke klären", machte sich Schubert nach dem Spiel Vorwürfe.

"Ich habe gesehen, dass die sich nicht einig waren. Da bin ich dazwischen", berichtete Nutznießer Holtby.

Hajou zählte seinen Keeper dagegen nicht an. "Das war ein blödes Missverständnis zwischen ihm und Linus. Markus hatte vorher viele Torchancen des HSV verhindert, das passiert den besten Torhütern", nahm er seine Nummer 1 in Schutz.

Auch Kapitän Patrick Ebert machte seinen Mitspielern keinen Vorwurf: "Fußball lebt von Fehlern. Nächstes Mal macht der Gegner vielleicht einen Fehler, und wir haben das Glück auf unserer Seite."

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