Wie steht's um Dynamos Zukunft, Herr Born?

Dresden - Freitag wird die SG Dynamo Dresden 66 Jahre. Eine geschichtsträchtige Zeit, um in Erinnerungen zu schwelgen.

Die Experten-Runde: Michael Born (v.l.), Max-Jacob Ost, Jens Umbreit, Pit Gottschalk, Andreas Rettig und Markus Hörwick.
Die Experten-Runde: Michael Born (v.l.), Max-Jacob Ost, Jens Umbreit, Pit Gottschalk, Andreas Rettig und Markus Hörwick.  © Imago

Genauso wichtig ist aber der Blick in die Zukunft: Wie stehen die Schwarz-Gelben zur 50+1-Regel? Welche Rolle spielt das Thema eSports? Worauf ist die sportliche Zukunftsplanung ausgerichtet?

Dynamos Kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born kennt die Antworten.

"Dynamo verbucht seit neun Jahren Gewinne", verriet Born am Dienstagabend in der Sendung "1953 - Der Dresdner Fußballtalk".

Mit einem großen Konzern im Rücken oder einem privaten Geldgeber an der Seite könnte die SGD sicherlich größere Brötchen backen als aktuell möglich.

Doch so will der Dynamo-Boss das nicht. "Unabhängigkeit ist ein hohes Gut", hält Born eisern an der 50+1-Regel fest. "Dafür stehen wir mit unseren Mitgliedern."

Vielleicht wird auf der nächsten Mitgliederversammlung dann darüber abgestimmt, ob die SGD ihre Mitarbeiter fürs Computerspielen bezahlen darf?

Dynamos Kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born verriet in einer illustren Runde im Dresdner Schankhaus Schillergarten einiges über die Vereinspolitik der Schwarz-Gelben und die Zukunft des Profifußballs.
Dynamos Kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born verriet in einer illustren Runde im Dresdner Schankhaus Schillergarten einiges über die Vereinspolitik der Schwarz-Gelben und die Zukunft des Profifußballs.  © Imago

"Dieses Thema haben wir bereits mit dem Aufsichtsrat diskutiert", erklärte Born. So wie sich bereits 22 Teams der 1. und 2. Bundesliga virtuell mit einander messen, ist das in Dresden aktuell noch nicht umsetzbar.

"Wir sind zu der Erkenntnis gekommen, dass das in unserer Vereinssatzung nicht abgedeckt ist." Sollten die Anhänger sich dafür entscheiden, kommt für den 51-Jährigen aber nichts anderes in Frage als die Fußballsimulation "FIFA".

Doch bis dahin konzentriert sich Born weiter auf die Geschäfte in der Realität. Und da gibt es einen klaren Plan, den die Schwarz-Gelben verfolgen. Und der heißt Jugendarbeit.

"Das kann ein erfolgreicher Weg sein, so wie ihn der SC Freiburg seit Jahren geht", zeigte sich Born von der Vereinspolitik der Breisgauer angetan und macht vielleicht auch deshalb ab der neuen Saison bei der Etat-Verteilung satte 28 Prozent mehr für den Nachwuchs locker.

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