Fehlt Dynamo Qualität bei ruhenden Bällen? Kreuzer hofft auf baldiges Freistoß-Glück

Dresden - Heidenheims Marc Schnatterer, Nejmeddin Daghfous vom SV Sandhausen und zuletzt Ingolstadts Sonny Kittel - alle drei haben in dieser Saison eins gemeinsam: Ein direktes Freistoßtor gegen Dynamo!

Erinnerungsstütze: Am 1. Oktober 2017 schlenzte Niklas Kreuzer (l.) den Ball beim Spiel in Heidenheim perfekt mit viel Effet und dem nötigen Tempo zum 1:0 für die SGD über die Mauer.
Erinnerungsstütze: Am 1. Oktober 2017 schlenzte Niklas Kreuzer (l.) den Ball beim Spiel in Heidenheim perfekt mit viel Effet und dem nötigen Tempo zum 1:0 für die SGD über die Mauer.  © imago images/Steffen Kuttner

Die Dresdner Ballkünstler schafften es dagegen noch nicht, einen zu verwandeln. Eine Frage der Qualität?

Manche Teams provozieren extra Fouls am gegnerischen Strafraum, weil sie wissen, sie haben einen, der das Leder in die Maschen zirkeln kann.

Dynamo bekam in Ingolstadt etliche Standards in der gegnerischen Hälfte. Ob direkt draufgehalten oder per Flanke vors Tor - reingehen wollte keiner.

Haarscharf vorbei, nur wenige Zentimeter haben beim Freistoß von Niklas Kreuzer (77.) gefehlt. "Ich sehe ihn die ersten Meter fliegen und dachte: Boah, der kommt ganz gut", beschrieb der 26-Jährige die Ausführung.

Vater Oliver Kreuzer, der sich das Spiel von der Tribüne aus ansah, hätte sich den sicher im Tor gewünscht. "Ich hätte ihn auch gern drin gesehen, aber es sollte nicht sein", meinte Niklas weiter.

Dynamo-Keeper Markus Schubert streckte sich vergeblich nach dem Freistoßball von Sonny Kittel.
Dynamo-Keeper Markus Schubert streckte sich vergeblich nach dem Freistoßball von Sonny Kittel.  © imago images/Burghard Schreyer

In dieser Saison wollte das bei den Schwarz-Gelben noch gar nicht gelingen, dabei schieben sie regelmäßig Extraschichten, um direkte Freistöße zu trainieren.

Teilweise sieht es da sogar erfolgreich aus. "Da habe ich auch 20 Versuche, im Spiel habe ich nur einen", erklärt Kreuzer den Unterschied und gesteht ein gewisses Maß an fehlender Qualität ein.

"Wenn jeder Ball reinfliegen würde, dann würde ich nicht im Trikot von Dynamo dastehen, sondern in dem von Real Madrid."

Da hat der geborene Münchner zwar recht, aber wie eingangs erwähnt treffen auch andere Schützen, die ihr Geld auch "nur" in der 2. Bundesliga verdienen.

Und auf der anderen Seite gab es eben den einen, der das Spiel mit genau solch einem Talent für sein Team entschied. "Glückwunsch an Sonny für das schöne Tor", erwies sich Kreuzer als fairer Sportsmann und gratulierte Kittel auf diesem Weg.

Die Hoffnung, mal wieder als Schütze auch im Spiel erfolgreich zu sein, hat Kreuzer nicht aufgegeben: "Ich hoffe, dass er nächstes Mal auch bei uns so reinfliegt."

Wie sich das anfühlt, wegen eines Standardtors zu verlieren, das kennen die Schwarz-Gelben ja nun.

Dynamos Niklas Kreuzer versucht, dem Ingolstädter Sonny Kittel den Ball anzujagen. Kittel war mit seinem Freistoßtor am Ende der Mann des Tages bei den Audistädtern.
Dynamos Niklas Kreuzer versucht, dem Ingolstädter Sonny Kittel den Ball anzujagen. Kittel war mit seinem Freistoßtor am Ende der Mann des Tages bei den Audistädtern.  © DPA

Mehr zum Thema Dynamo Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0