Dynamos Kreuzer wie "Robbery"! Er kann es notfalls auch auf der "falschen" Seite

Dresden - Im heutigen, modernen Fußballgeschäft erwarten die Trainer oft von ihren Spielern, flexibel zu sein, nicht nur eine Position bedienen zu können.

Gegen Ingolstadt half Niklas Kreuzer (r.) bereits zum zweiten Mal über die linke Seite aus. Gegenspieler Marcel Gaus (M.) warf sich ihm hier in den Weg.
Gegen Ingolstadt half Niklas Kreuzer (r.) bereits zum zweiten Mal über die linke Seite aus. Gegenspieler Marcel Gaus (M.) warf sich ihm hier in den Weg.  © Lutz Hentschel

Bei Dynamo durfte Niklas Kreuzer in den letzten Wochen erfahren, wie es ist, vielseitig eingesetzt zu werden.

Bislang flitzte Kreuzer in vier Jahren bei der SGD ausschließlich den rechten Flügel hoch und runter. Doch seit dieser Saison hat sich sein Horizont erweitert.

"Allein unter Maik Walpurgis habe ich jetzt rechts und links hinten gespielt und bin auch schon auf der hängenden Spitze reingekommen“, zählt der 25-Jährige auf.

So wie in Magdeburg, als der nominelle Linksverteidiger Philip Heise wegen eines Infekts zu Hause blieb.

"Der Trainer hat mich vor dem Spiel gefragt, ob ich es mir vorstellen könnte, auf links zu spielen", erinnert sich Kreuzer zurück. "Klar", antwortete er, obwohl er auf dieser Position zuletzt in der Jugend spielte.

"Ich hatte keine großen Probleme damit, habe mich ganz wohlgefühlt. Es ist gar nicht so ein extremer Unterschied", stellte Kreuzer im Nachhinein fest. Auch gegen Ingolstadt vertrat er den erneut verletzten Heise links.

Unter Trainer Maik Walpurgis (r.) wurde Niklas Kreuzer schon vielseitig eingesetzt.
Unter Trainer Maik Walpurgis (r.) wurde Niklas Kreuzer schon vielseitig eingesetzt.  © Imago

"Das erhöht für jeden die Einsatzchance", spielt die Flexibilität für Dynamos Nummer 7 eine "sehr wichtige" Rolle, wobei nicht nur der Spieler selbst, sondern auch das Trainerteam profitiert. Eine Win-win-Situation also!

Doch funktioniert das so einfach, als Rechtsfuß plötzlich auf der "verkehrten" Seite zu spielen? "Na ja, ich würde meinen linken Fuß jetzt nicht nur als Standbein bezeichnen", sieht sich Kreuzer durchaus in der Lage, auch mal mit links eine Flanke zu schlagen.

Dass es auch andere Möglichkeiten gibt, erklärt er gern am Beispiel von Arjen Robben und Franck Ribery bei den Bayern: "Die spielen auch auf der anderen Seite. Dann kann man mal den Haken nach innen machen, flanken oder den Abschluss suchen." Das "Robbery"-Duo war in seinen besten Zeiten dafür regelrecht gefürchtet.

Laut Walpurgis hat sich Kreuzer bei seiner neuen Aufgabe "sehr ordentlich" angestellt, ist demnach auch weiterhin eine Option für den 45-Jährigen, lässt ihn auch im Training ab und zu auf der linken Seite ran.

In dieser Woche fehlte Kreuzer allerdings bei den Einheiten im Großen Garten wegen Leistenbeschwerden. Noch am vergangenen Sonntag leitete er mit seinem Eckball den 1:1-Ausgleich bei St. Pauli ein.

Von außen in die Mitte ziehen: Dafür sind Bayerns Franck Ribery (r.) und Arjen Robben als Flügelzange "Robbery" bekannt.
Von außen in die Mitte ziehen: Dafür sind Bayerns Franck Ribery (r.) und Arjen Robben als Flügelzange "Robbery" bekannt.  © DPA
"Das mach' ich doch mit links", denkt sich hier Niklas Kreuzer (r.) im Training gegen Mitspieler Justin Löwe und flankt einfach mit dem schwächeren Fuß.
"Das mach' ich doch mit links", denkt sich hier Niklas Kreuzer (r.) im Training gegen Mitspieler Justin Löwe und flankt einfach mit dem schwächeren Fuß.  © Lutz Hentschel

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