Dynamo Dresden: Darum blieb Wiegers trotz Reservistenrolle immer dabei

Dresden - Seit nun gut viereinhalb Jahren hütet Patrick Wiegers bei Dynamo Dresden das Tor - mehr oder weniger.

Shakehand zwischen Patrick Wiegers (l.) und Maik Walpurgis. Vom aktuellen Trainer fühlt sich der Torwart mehr wertgeschätzt.
Shakehand zwischen Patrick Wiegers (l.) und Maik Walpurgis. Vom aktuellen Trainer fühlt sich der Torwart mehr wertgeschätzt.  © Lutz Hentschel

Auch wenn er seit eineinhalb Jahren kein Pflichtspiel mehr bestritt und zwischenzeitlich als dritter Keeper abgestempelt wurde, scheint Dresden seine sportliche Erfüllung und die Endstation der Karriere zu sein.

Geboren und aufgewachsen in Deggendorf lernte Wiegers dort das Kicken, bevor der Niederbayer in die Jugend von Jahn Regensburg wechselte.

Dynamo ist somit erst seine zweite Profi-Station. Und auch seine letzte?

Für ein gemeinsames Leben mit seiner Frau Stephanie, die Wiegers im Dezember heiratete, hatte er im Frühjahr letzten Jahres sogar die Wohngemeinschaft mit Kumpel und Mitspieler Niklas Kreuzer aufgelöst.

"Die Männer-WG haben wir dafür im Trainingslager wieder etwas aufleben lassen", teilten sich die beiden Kumpanen ein Zimmer in der Türkei.

Dynamos Torwarttrainer Brano Arsenovic (2.v.l.) moderiert den Dreikampf zwischen Patrick Wiegers (l.), Markus Schubert und Tim Boss (r.).
Dynamos Torwarttrainer Brano Arsenovic (2.v.l.) moderiert den Dreikampf zwischen Patrick Wiegers (l.), Markus Schubert und Tim Boss (r.).  © Lutz Hentschel

Inzwischen hat Wiegers in der sächsischen Landeshauptstadt seine Wurzeln geschlagen.

"Mittlerweile ist Dresden zu meiner ersten Heimat geworden", gesteht der 28-Jährige.

"Ich habe eine Dresdnerin geheiratet, da muss ich es ja zwangsläufig meine erste Heimat nennen", meint "Wiege" mit einem Augenzwinkern.

"Nein, im Ernst: Ich habe immer schon betont, dass ich mich in Dresden unheimlich wohl fühle."

Privat ist also alles in Butter. Und sportlich? Da lief es in den vergangenen Jahren nicht so pralle.

"Natürlich spielt man mit dem Gedanken zu wechseln, vor allem, wenn man nur dritter Torhüter ist", hat Wiegers dennoch nie aufgegeben.

"Ich bin ein Charakter, dem es leichter fällt, sich mit der Situation zu arrangieren. Vielleicht bin ich da auch ein Stück weit einzigartig."

Auf der Linie überragend: Patrick Wiegers darf das seit anderthalb Jahren leider nur im Training unter Beweis stellen.
Auf der Linie überragend: Patrick Wiegers darf das seit anderthalb Jahren leider nur im Training unter Beweis stellen.  © Lutz Hentschel

Unter Trainer Maik Walpurgis fühlt sich Wiegers wieder mehr anerkannt als zuvor.

"Wieder am wöchentlichen Wettbewerb teilnehmen zu dürfen. Das ist für mich ein super Schritt nach vorn gewesen, den ich mir auch erhofft habe", freut sich der Torhüter über das neue Vertrauen.

Und sollte sich in den nächsten Wochen oder Monaten eine Konstellation ergeben, die ihn sogar in der Liga zurück ins Tor spült - Wiegers wäre dazu bereit!

"Ich werde der Mannschaft und dem Trainer immer das Gefühl geben, dass ich mich nicht gehen lasse und immer topfit bleibe."

Ganz nebenbei hat Wiegers auch noch eine Aufgabe in der Jugend übernommen - er kümmert sich von nun an um die nächste Torhüter-Generation bei Dynamo.

"Das reizt mich sehr, das finde ich sehr spannend."

Die Liebe hält Patrick Wiegers in Elbflorenz: Seit Dezember ist er mit seiner Stephanie, einer echten Dresdnerin, verheiratet.
Die Liebe hält Patrick Wiegers in Elbflorenz: Seit Dezember ist er mit seiner Stephanie, einer echten Dresdnerin, verheiratet.  © privat

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