Benatelli über Dynamos Abschlussschwäche: "Am Ende ist es auch eine Frage der Qualität!"

Dresden - Zum wiederholten Male ließ Dynamos Offensivpower zu wünschen übrig. Nutzen die Schwarz-Gelben in Paderborn ihre Chancen zum richtigen Zeitpunkt, wird das Spiel in eine andere Richtung gelenkt.

Einmal tauchte Dynamo-Angreifer Moussa Koné (2.v.r.) gefährlich vorm gegnerischen Tor auf. Mit gestrecktem Bein brachte er den Ball allerdings nicht an SCP-Keeper Leopold Zingerle (l.) vorbei.
Einmal tauchte Dynamo-Angreifer Moussa Koné (2.v.r.) gefährlich vorm gegnerischen Tor auf. Mit gestrecktem Bein brachte er den Ball allerdings nicht an SCP-Keeper Leopold Zingerle (l.) vorbei.  © osnapix

So aber standen die Dresdner am Ende mit leeren Händen da. Eine Frage der Qualität!

"Im Großen und Ganzen ist das zu wenig", fasst Rico Benatelli die Partie mit wenigen Worten treffend zusammen. "Zwar hatten wir gute Möglichkeiten, haben diese aber nicht genutzt."

Hätte Moussa Koné (21.) den Ball an SCP-Keeper Leopold Zingerle vorbeigebracht, hätte es 1:0 für Dynamo stehen können.

Auch Aias Aosman (32.) hatte die Möglichkeit dazu, traf aber neun Meter vorm Tor den Ball nicht richtig.

Im zweiten Durchgang wiederholte sich das Bild bei Chancen von Benatelli (66.) und dem kurz darauf eingewechselten Haris Duljevic (71.).

Statt für den 1:1-Ausgleich zu sorgen, versemmelten beide ihre Abschlüsse. Anders die Paderborner, die legten noch zwei Treffer nach.

SGD-Coach Maik Walpurgis sprach nach der 0:3-Pleite von einem "ausgeglichenen Chancenverhältnis".

Zwar gaben die Ostwestfalen nahezu doppelt so viele Schüsse ab, doch nur die wirklich gefährlichen Möglichkeiten gezählt, waren beide Teams auf Augenhöhe - Paderborn aber eben effizient.

Dynamo-Coach Maik Walpurgis muss und will die Qualitäten seiner vermeintlichen Knipser hinterfragen, die zu viele klare Chancen liegen lassen.
Dynamo-Coach Maik Walpurgis muss und will die Qualitäten seiner vermeintlichen Knipser hinterfragen, die zu viele klare Chancen liegen lassen.  © Lutz Hentschel

"Uns fehlt die letzte Konsequenz und Überzeugung, dann auch mit aller Gewalt das Tor zu machen", kritisierte Walpurgis.

Schon eine Woche zuvor bei der 0:2-Niederlage gegen Kiel war die Effizienz das Problem, wurde nicht zum ersten Mal über die mangelnde Ausbeute geklagt.

Nur zwei Siege mehr auf dem Konto und Dresden würde im oberen Drittel um den Relegationsplatz mitspielen.

Vor zwei Wochen sprach man im Hause Dynamo noch vom "Verfolgerfeld". Jetzt - zwei Niederlagen später - erkennt Benatelli die bittere Wahrheit:

"Immer, wenn wir den Anschluss nach oben haben, verpassen wir es, die weiteren Spiele zu gewinnen. Am Ende ist es auch eine Frage der Qualität!"

Die Qualität der Einzelspieler? "Auch darüber müssen wir uns unterhalten", meint Walpurgis, der sich schleunigst etwas einfallen lassen muss.

"Wenn wir immer in aussichtsreichen Positionen die Tore nicht machen, dann muss man auch das hinterfragen."

Rico Benatelli (l.) setzte im Zweikampf gegen Ben Zolinski (M.) seinen Körper ein. Im Abschluss verließen den 26-Jährigen bei seiner guten Möglichkeit allerdings die Kräfte.
Rico Benatelli (l.) setzte im Zweikampf gegen Ben Zolinski (M.) seinen Körper ein. Im Abschluss verließen den 26-Jährigen bei seiner guten Möglichkeit allerdings die Kräfte.  © Imago

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