Für Dynamo auf Torejagd: Bei Atik "ist der Knoten geplatzt"

Dresden - Neue Woche, neues Glück. Seit Montag macht sich Dynamo für die Partie gegen Ingolstadt (Sonntag 13.30 Uhr) fit. Das 1:8 in Köln ist zwar nicht vergessen, aber in den Köpfen abgehakt.

Vorm Hotel-Pool: Baris Atik (r.) freut sich schon auf das Wintertrainingslager in seiner Heimat Türkei. So wie hier mit Mannschaftskollege Sascha Horvath.
Vorm Hotel-Pool: Baris Atik (r.) freut sich schon auf das Wintertrainingslager in seiner Heimat Türkei. So wie hier mit Mannschaftskollege Sascha Horvath.  © Imago

Vor allem Baris Atik freut sich auf die kommenden Aufgaben, will seinen persönlichen Lauf fortsetzen.

Da schoss Atik in Köln sein erstes Ligator für die SGD - ein sehenswertes obendrein - doch nach Jubelarien war ihm beim zwischenzeitlichen Stand von 1:6 nicht zu Mute.

"Natürlich ist es traurig, dass mein erstes Dynamo-Tor in so einem Spiel gefallen ist", hätte sich der 23-Jährige gern einen anderen Termin dafür ausgesucht.

Dennoch geht Atik gestärkt aus diesem Horror-Wochenende hervor. "Das hat mir trotzdem Selbstvertrauen gegeben. Ich habe hart dafür gearbeitet. Jetzt ist der Knoten bei mir geplatzt."

Bizarr wäre, wenn ausgerechnet dieses (Traum-)Tor zum "Tor des Monats" nominiert werden würde. "Das wäre brutal", meint Atik, der den Preis dafür "nur unfreiwillig annehmen“ würde.

Gegen Ingolstadt soll nun wieder ein anderes Gesicht gezeigt werden. Ob Atik gegen die "Schanzer" eine Rolle von Beginn an spielt, ist noch ungewiss, aber gut möglich.

Auch beim Test bei Union Berlin (1:1) in der vergangenen Woche war der Mittelfeldspieler mit einem Treffer erfolgreich.

Ein Tor vor heimischer Kulisse fehlt Atik noch.
Ein Tor vor heimischer Kulisse fehlt Atik noch.  © Imago

Für Trainer Maik Walpurgis ist an dem Deutsch-Türken kaum noch ein Vorbeikommen.

"Es freut mich, dass ich in den letzten Spielen drei Scorerpunkte gesammelt habe", zählt Atik die Vorlage gegen Sandhausen dazu. "Nun werde ich weiter Gas geben, um im nächsten Spiel von Beginn an zu spielen."

Sollte sich Walpurgis wie schon in Köln gegen Atik entscheiden, bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich immer wieder aufs Neue für die Startelf anzubieten.

Dabei stört ihn auch nicht, dass gestern bei schlappen 3 Grad Celsius trainiert wurde. Denn Atik ist der Meinung: "Egal, bei welchem Wetter - als Profifußballer sollte es immer Motivation genug sein, trainieren zu gehen."

Andere Temperaturen werden dagegen im türkischen Belek herrschen, wo Dynamo sein Wintertrainingslager abhalten wird.

Auch wenn Atik in Frankenthal (Pfalz) geboren ist, freut sich der Offensiv-Allrounder auf einen Abstecher in seine Heimat: "Ich kenne mich dort schon ein wenig aus. In dem Hotel, wo wir untergebracht sind, war ich schon mit meiner Freundin im Urlaub."

Außerdem war Atik mit der TSG 1899 Hoffenheim vor Ort. Damals durfte er als A-Jugendspieler mit der zweiten Mannschaft mitreisen. Trotz seiner türkischen Wurzeln wird es allerdings keine Besuche seiner Freunde oder Familienangehörigen geben. "Ich bin da, um zu trainieren. Darauf liegt der Fokus. Nicht um meine Familie zu besuchen.“

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