Später Ausgleich: Dynamo holt Punkt bei St. Pauli!

Hamburg - Ein müder Kick vor 29.546 Zuschauern! Dynamo Dresden schafft im Gastspiel beim FC St. Pauli mit 1:1 einen Punktgewinn.

Dynamos Aias Aosman (vorne) setzt sich gegen St. Paulis Torschützen Jeremy Dudziak durch.
Dynamos Aias Aosman (vorne) setzt sich gegen St. Paulis Torschützen Jeremy Dudziak durch.  © Imago

Jeremy Dudziak (47. Minute) und Jannik Müller (86.) sind die Torschützen des Tages. Es bleibt dabei: Die Schwarz-Gelben können auf dem Kiez nicht gewinnen!

Dynamo-Coach Maik Walpurgis überraschte mit seiner Aufstellung. Der Vize-Kapitän Patrick Ebert blieb zunächst nur auf der Bank. Für ihn spielte Aias Aosman in der Startelf. Die Binde übernahm erstmals Linksverteidiger Philip Heise, der nach seiner Oberschenkelverletzung ins Team zurückkehrte. Auf der anderen Abwehr-Seite lief überraschend Erich Berko statt Niklas Kreuzer von Beginn an auf.

In der ersten Hälfte rollte die Kugel im Mittelfeld nur so vor sich hin. Vor den Toren tat sich dagegen gänzlich wenig. Lediglich, als Waldemar Sobota (19.) allein auf SGD-Keeper Markus Schubert zulief, ihn rumkurvte und den Ball einschob, war ein Raunen im Publikum zu hören. Doch das Gespann um FIFA-Schiedsrichter Deniz Aytekin entschied sofort und richtig auf Abseits.

Vermutlich ließen sich die Teams von dem Stimmungsboykott in den ersten 45 Minuten inspirieren. Beide Fanlager protestierten "gegen die Kommerzialisierung des Fußballs und die Zerstückelung der Spieltage". Erst in der Nachspielzeit erwachte das Stadion.

Dynamos Jannik Müller im Bodenkampf mit St. Paulis Waldemar Sobota.
Dynamos Jannik Müller im Bodenkampf mit St. Paulis Waldemar Sobota.  © DPA

Mal eher aus der Kabine kommen um im zweiten Durchgang "frischer" zu sein? Nicht mit Dynamo! Die Schwarz-Gelben ließen sich verdächtig lange Zeit, während die Kiez-Kicker schon sehnlich auf den Anpfiff warteten.

Und wieder das gleiche Szenario wie immer: Dynamo erwischte den schwächeren Start. Pauli-Angreifer Sami Allagui schoss erst drüber (46.), sein nächster Torschuss wurde geblockt (47.). Doch der Ball schlug quer durch den Strafraum, direkt vor die Füße von Jeremy Dudziak, der keine Mühe hatte zu vollenden. Dieses Mal rächte sich Dresdens Nachlässigkeit mit einem frühen Gegentor - 0:1.

Dudziak bot sich noch eine Gelegenheit (68.). Aus spitzem Winkel scheiterte er dieses Mal an Schubert.

In der 71. Minute kam dann Ebert ins Spiel. Eine seiner ersten Aktionen: Er bediente Moussa Koné (75.), der seinen Meister in Torwart Robin Himmelmann fand. Ebert selbst (84.) später auch.

Walpurgis brachte noch Haris Duljevic und Niklas Kreuzer ins Spiel - mit Erfolg.

Kreuzer´s Eckball (86.) verlängerte Dumic auf Jannik Müller, der zu 1:1-Ausgleich einköpfte. Schubert hielt in der Nachspielzeit mit drei Paraden den Punkt fest.

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