Dynamo-Kapitän Hartmann sieht Problem bei Konstanz: "Müssen da schon ehrlich sein!"

Dresden - Marco Hartmann weiß, was in den kommenden Tagen und Wochen auf ihn und seine Kameraden zukommt: "'Fielo' hat vom ersten Tag an, seit er Trainer ist, gesagt, dass der Sommer sehr hart wird. Er will uns an unsere Grenzen bringen. Das erklärt er uns jetzt schon vier Monate", lacht der Kapitän.

Marco Hartmann (M.) geht voran. Der 31-Jährige weiß, dass auf ihn und seine Mitspieler harte Wochen warten.
Marco Hartmann (M.) geht voran. Der 31-Jährige weiß, dass auf ihn und seine Mitspieler harte Wochen warten.  © imago images/Dennis Hetzschold

Da waren die ersten Tage seit Mittwoch sicher nur ein kleiner Vorgeschmack, was die Profis bis zum letzten Juli-Wochenende, dem Saisonauftakt, erwartet.

Hartmann nickt leicht süffisant und verzieht sein Gesicht bei dem Gedanken daran. Obwohl, wer dem 31-Jährige genau in die Augen sieht, der erkennt sogar Vorfreude, denn der Käpt'n geht völlig gesund in die Vorbereitung.

Es zwickt nix, es zieht nix, kein Schmerz da. "Kann so bleiben", sagt "Harti", der nun schon in seine siebente dynamische Sommervorbereitung bestreitet.

Für ihn ist so ein Saisonstart auch immer etwas Besonderes. Bisher sind drei Neuzugänge da, die noch nicht so viel über die Vorgehensweisen in Dresden wissen. Trotzdem lässt er sie für den Moment in Ruhe, sucht nicht das Wort.

"Erst einmal ankommen, zusammen trainieren, einen Eindruck gewinnen. Dann ergibt sich alles andere von ganz alleine. Ein Gespräch zu führen, muss ja irgendeinen Sinn haben. Ich brauche mir ja jetzt nicht irgendeinen nehmen und Quatsch erzählen. Einfach mal schauen, wie sich jeder einführt", sagt Hartmann aus der Erfahrung heraus.

Für ihn war der Startschuss am Mittwoch ein Blick nach vorn. Den zurück lässt Marco Hartmann aber nicht außen vor, weil es fahrlässig wäre.

Dynamo-Kapitän Marco Hartmann ist in seine siebente Saison bei den Schwarz-Gelben gestartet. Er kam 2013 aus Halle.
Dynamo-Kapitän Marco Hartmann ist in seine siebente Saison bei den Schwarz-Gelben gestartet. Er kam 2013 aus Halle.  © Lutz Hentschel

Dresden will und muss die Lehren aus den letzten beide Jahren ziehen, der Klassenerhalt gelang jeweils nur mit Hängen und Würgen.

Vor allem hat die Konstanz gefehlt: "Wir müssen da schon ehrlich sein", sagt er und kneift die Augen zusammen.

"Wir hatten damit in den letzten beiden Jahren ein großes Problem. Das lag für mich daran, dass nicht immer und in jedem Moment alles investiert wurde. Im Training oder im Spiel, wie auch immer. Darauf muss der Fokus liegen", sagt er kritisch.

Kann man einfach so den Schalter umlegen? Saisonende Schalter auf Aus, Saisonstart gleich ein Software-Update?

"Als Spieler vielleicht nicht. Aber dafür gibt es ja auch noch andere Instanzen, die das überwachen, Trainerteam und so weiter. Es muss halt so fokussiert werden, dass es jeder irgendwann hinkriegt."

Und wenn der Kapitän merkt, dass nicht jeder alles raushaut, wird auch er die Daumenschrauben anziehen. Schon im Training, aber erst recht im Spiel.

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