Dynamo Dresden: So steht Geschäftsführer Born zum Videobeweis

Dresden - VAR da was? Ja! Auch in Liga zwei wird ab der kommenden Saison der Videobeweis eingeführt. Alle 18 Zweitligisten haben auf einer DFL-Tagung dafür gestimmt.

Videobeweis in der 2. Bundesliga? Ab der kommenden Saison ist das der Fall.
Videobeweis in der 2. Bundesliga? Ab der kommenden Saison ist das der Fall.  © DPA

Nach dem Theater der letzten Wochen um den Video Assistant Referee, sprich Videoschiedsrichter, in der Bundesliga, kann sich jeder vorstellen, was ab Ende Juli im Unterhaus losgehen wird. Dynamo sieht das Ganze (noch) positiv.

Früher machte der Schiedsrichter Fehler, jetzt sind es zwei, die danebenliegen können. Die Liste aller Fehlentscheidungen durch den VAR würde bis zum Ende dieses Textes reichen.

Handspiele wurden auf der einen Seite gepfiffen, auf der anderen nicht. Manchmal schlief der Mann im Kölner Keller und sah es nicht - zum Beispiel beim Spiel Berlin gegen Stuttgart. Bei Abseitsentscheidungen wurde mal so und mal so gepfiffen.

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Hätte Robert Lewandowski Schuhgröße 43, wäre München schon in Leipzig Meister geworden. Er hat aber die 44 und so mussten die Bayern noch warten.

Tore werden erzielt, doch gejubelt wird kaum noch sofort. "Der VAR macht die Emotionen im Fußball kaputt und somit das Spiel. Du triffst und musst warten, ob der Treffer zählt. Darauf müssen die Jungs künftig mental vorbereitet werden", sagt Aues Trainer Daniel Meyer.

Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born ist für den Videobeweis - sofern dieser funktioniert.
Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born ist für den Videobeweis - sofern dieser funktioniert.  © Lutz Hentschel

Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born sieht es pragmatisch.

"Sofern der Videobeweis einwandfrei funktioniert und Fehlentscheidungen reduziert werden, ist das Verfahren unseres Erachtens ein technischer Fortschritt, an dem alle partizipieren."

Aber natürlich ist auch Born nicht entgangen, was in der Endphase der Bundesliga-Saison los war. Kein Spieltag verging ohne leidige Diskussionen rund um den Kölner Keller.

"Im Interesse von Fans und Vereinen muss dieses Instrument aber auch bei schwierigen Entscheidungen schnell und reibungslos funktionieren, damit der Charakter und die Emotionen des Spiels nicht verloren gehen", sagt Born deshalb und ergänzt: "Da sehen wir aktuell noch Nachholbedarf."

Wenn dieser nicht kommt, steht fest: Wir haben in der kommenden Saison viel zu diskutieren.

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