Dynamos Kampf, Einsatz und Wille passten! Kreuzer weiß, dass es nur so geht

Dresden - Der Käpt'n ging voran: Dynamo Dresdens Niklas Kreuzer bot beim Hamburger SV mehr als nur eine solide Vorstellung. Er schoss sein erstes Saisontor, grätschte, spielte, gab Anweisungen.

Niklas Kreuzer tritt vor der prächtigen Kulisse des Hamburger Volksparkstadions einen Eckball.
Niklas Kreuzer tritt vor der prächtigen Kulisse des Hamburger Volksparkstadions einen Eckball.  © imago images/Steffen Kuttner

Dass sein Gesicht nach dem Abpfiff trotzdem eine totale Leere zeigte, lag am späten Knockout durch David Kinsombi.

Das 1:2 in der vierten Minute der Nachspielzeit tat fürchterlich weh. "Das sind die bittersten Niederlagen", sagte er.

Auch, weil sich Dresden nichts vorwerfen konnte - mal von der erneut mangelnden Chancenverwertung abgesehen.

"Machen wir das 2:0, kommt der HSV nicht mehr zurück", war sich "Kreuz" sicher. "Vom Engagement, dem Kampf und der Leidenschaft haben wir ein gutes Spiel gemacht. Hältst dagegen, gehst in Führung. Zu dem Zeitpunkt rechnest du dir natürlich mehr aus. Dass du in der letzten Sekunde so ein Scheißtor bekommst, mein Gott, das ist sehr, sehr bitter", stand ihm die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.

Sein Tor zum 1:0 (47.) war ein Sahnemalzer. René Klingenburg hatte abgedrückt, Daniel Heuer Fernandes im HSV-Tor konnte nur prallen lassen.

Alex Jeremejeff legte die Kugel aus dem Strafraum heraus zu Kreuzer und der schlenzte die Kugel von der Strafraumkante wunderschön ins lange Eck.

Niklas Kreuzer über sein Tor für Dynamo Dresden in Hamburg: "Ein schönes Gefühl"

Niklas Kreuzer ging als Kapitän vorneweg und erzielte das einzige Dynamo-Tor in Hamburg.
Niklas Kreuzer ging als Kapitän vorneweg und erzielte das einzige Dynamo-Tor in Hamburg.  © Lutz Hentschel

"Ich habe am Ende der Trainingswoche schon häufig versucht, nach innen zu ziehen und abzudrücken. Einmal ist es mir im Spiel geglückt. Es war ein schönes Gefühl, vor dieser Kulisse ein Tor zu schießen. Aber am Ende kann ich mir dafür nichts kaufen", so der 26-Jährige.

Jetzt darf eins nicht passieren: So eine Niederlage ist sicherlich psychologisch schwerer zu verdauen als eine klare 0:4-Packung. Das 1:2 schmerzt mehr.

Dresden darf sich aber nicht verkriechen, sondern muss daraus Kraft schöpfen, die stärkste Heimmannschaft der Liga am Rande von Punktverlusten gehabt zu haben. Dieses unbedingt nötige Kratzen und Beißen im Abstiegskampf haben sie nun gezeigt, das muss bleiben. "In unserer Situation wissen wir, dass es anders nicht geht."

Nun folgen zwei Heimspiele gegen Kiel und Sandhausen. Siege sind fast schon Pflicht. "Wenn ich sagen würde, wir wollen 1:1 spielen, das wäre ein bisschen Schwachsinn. Wir wollen gegen Kiel gewinnen, wir wollen gegen Sandhausen gewinnen. Nur mit Punkten kommst du da unten heraus, nicht mit Schönspielen", powerte Kreuzer. Beide Male muss er wieder vorangehen.

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