Dynamo: Eberts 28-Punkte-Plan hin zum Dresdner Klassenerhalt

Dresden/Mijas - Neben dem Platz ist Patrick Ebert ruhig, absolut introvertiert. Auf dem satten Grün hier in Mijas ist er der Einpeitscher von Dynamo Dresden, gibt lautstark Anweisungen, verteilt Lob, ballt die Fäuste, versucht seine Mannschaftskollegen mitzureißen.

Auf dem Platz hat Patrick Ebert (2.v.l.) schon mal ein Lächeln im Gesicht.
Auf dem Platz hat Patrick Ebert (2.v.l.) schon mal ein Lächeln im Gesicht.  © Lutz Hentschel

Der 32-Jährige ist bereit für die knüppelharte Rückrunde. Und er hat dabei eine ganz simple Rechnung.

"Ich habe mir meine Gedanken gemacht. Wir haben noch 16 Spiele. Wir müssen aus vier Partien sieben Punkte holen, vier mal sieben macht 28, sind am Ende 41. Ich denke, das sollte das Ziel sein, dann stehen wir am Ende über dem Strich", so sein Plan.

Also in jenem Vier-Spiele-Rhythmus zwei Siege, ein Remis und eine einkalkulierte Niederlage. Das ist ambitioniert.

28 Zähler, das schafften in den 17 Begegnungen der Vorrunde nur Bielefeld, Hamburg und Stuttgart. Dresden hat ein Spiel weniger Zeit, um den Schnitt eines Aufstiegsaspiranten zu holen.

Doch Ebert glaubt daran - und genau so und nicht anders musst du in die Partien hineingehen. "Das ist meine persönliche Rechnung, es sollte aber auch die der Mannschaft sein", so der Routinier, der je zwei Jahre hier in Spanien für Valladolid und Vallecano gespielt hat.

Vielleicht powert er auch aus diesem Grund derzeit so. Das Land liegt ihm. "Ich fühle mich wohl hier, ohne Frage. Es ist doch gleich ein anderes Gefühl, wenn du früh aufwachst und die Sonne scheint", grinst er.

Dynamo Dresdens Patrick Ebert geht auf dem Platz "vornweg"

Verzieht keine Miene: Abseits des Platzes ist Patrick Ebert eher der introvertierte Typ.
Verzieht keine Miene: Abseits des Platzes ist Patrick Ebert eher der introvertierte Typ.  © Lutz Hentschel

Doch nicht nur am Mittelmeer muss er seine Leistung bringen, sondern ab 29. Januar in Deutschland.

Ebert weiß, auf seinen Schultern liegt viel Last. Er ist der Erfahrenste von allen. Er will sich der Verantwortung stellen und diese auch übernehmen, egal ob er Kapitän wird oder nicht.

"Ich bin vielleicht außerhalb des Platzes ruhig, aber in der Kabine und auf dem Platz gehe ich vornweg, sage ich das, was nötig ist. Ich bin keiner, der dumm schwätzt, das war ich noch nie. Ich sage lieber weniger, aber dann mit Gewicht", so Ebert.

Und mit der Last auf seinen Schultern und dem Gewicht seiner Stimme will er den 28-Punkte-Plan angehen. Viele werden darüber schmunzeln, aber Ebert bringt das alles sehr überzeugend rüber.

Jetzt muss er es mit seinen Mannen auf dem Platz umsetzen. Er allein wird es nicht schaffen, er muss die anderen mitziehen.

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