Transferirrsinn um Mlapa: Geht Dynamo Millionen-Summe durch die Lappen?

Dresden - Finanziell bitter für Dynamo Dresden! Der SGD geht viel Geld durch die Lappen. Und das alles wegen des Verkaufs von Peniel Mlapa (28).

Peniel Mlapa wechselt von VVV Venlo weiter in die Vereinigten Arabischen Emirate zu Al Ittihad.
Peniel Mlapa wechselt von VVV Venlo weiter in die Vereinigten Arabischen Emirate zu Al Ittihad.  © Lutz Hentschel

Der wurde laut der "Bild" von den Schwarz-Gelben für 750.000 Euro an VVV Venlo in die Niederlande abgegeben. Laut "transfermarkt.de" lag die Summe bei 500.000 Euro.

Genau herausbekommen lässt sich der Betrag nicht, weil beide Vereine Stillschweigen bezüglich der Ablösesumme vereinbarten.

Eine mittlere bis hohe sechsstellige Summe soll es aber auf jeden Fall gewesen sein.

Nun folgte die ärgerliche Nachricht für Dynamo:

Venlo verkaufte den togolesischen Nationalstürmer (neun Länderspiele) direkt und vor allem gewinnbringend an den Al Ittihad Kalba Sports Club in die Vereinigten Arabischen Emirate weiter.

Laut der "Bild" handele es sich um eine Ablöse von 2,5 Millionen Euro! Den Dresdnern gehen so also (mindestens) 1,75 Millionen Euro durch die Lappen!

Das lag an der Ausstiegsklausel, die Venlo und Dynamo vor der Leihe im Sommer 2018 ausgehandelt hatten.

Sportgeschäftsführer Ralf Minge bestätigte dies gegenüber "Bild". Doch die Dresdner, die Mlapa im Sommer 2017 für 700.000 Euro vom VfL Bochum losgeeist hatten, machen zumindest keinen Verlust, wenn man der Rechnung von Bild Glauben schenkt. Zusätzlich bekam die SGD einen Top-Verdiener von der Gehaltsliste.

Starke Saison in der Eredivisie machte Peniel Mlapa für Al Ittihad interessant

Durch die im Sommer 2018 mit dem VVV Venlo vereinbarte Kaufoption für Peniel Mlapa ist Dynamo Dresden viel Geld durch die Lappen gegangen.
Durch die im Sommer 2018 mit dem VVV Venlo vereinbarte Kaufoption für Peniel Mlapa ist Dynamo Dresden viel Geld durch die Lappen gegangen.  © Lutz Hentschel

Dass ein Klub eine Millionensumme für Mlapa ausgibt, hätte man im vergangenen Sommer nicht gedacht.

Doch in der niederländischen Eredivisie überragte der 1,93 Meter Sturmtank und traf in 30 Spielen 15 Mal, legte außerdem noch drei Tore auf.

Er war der Fixpunkt im Angriff und mit dafür verantwortlich, dass Venlo nie in Abstiegsgefahr war und eine entspannte Erstliga-Saison spielte.

Ganz anders lief es bei Al Ittihad. Der Klub, bei dem der ungarische Nationalspieler Balazs Dzsudzsak und der frühere Bundesliga-Profi Giovanni Sio (VfL Wolfsburg, FC Augsburg) in der abgelaufenen Saison kickten, hat eine enttäuschende Spielzeit hinter sich:

Der Verein aus der UAE Arabian Gulf League wurde in der aktuellen Spielzeit nur Elfter von vierzehn Mannschaften!

Zu wenig für die eigenen Ansprüche, weshalb der Sports Club im Sommer unter anderem mit Mlapa aufrüstet. Der 28-Jährige unterschrieb dort einen Vertrag über zwei Jahre und freut sich via "Instagram" auf das Wüsten-Abenteuer: "Die Verantwortlichen von Kalba haben sich sehr um mich bemüht und die ersten Eindrücke von Stadt und Verein waren sehr positiv. Auch wenn es für mich ein großer Schritt ist, freue ich mich riesig auf das neue Abenteuer hier in den Vereinigten Arabischen Emiraten und kann es kaum abwarten endlich loszulegen.

Vor zwei Jahren wurde Dynamo übrigens noch gefeiert, als man es wie Venlo machte und Akaki Gogia vom englischen Zweitligisten FC Brentford nach vorangegangener Leihe für 750.000 Euro dank einer Kaufoption holte und kurze Zeit später für 1,1 Millionen Euro an den 1. FC Union Berlin verkaufte...

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