Dynamo Dresden: Minge kann für 1,7 Millionen Euro einkaufen, wer muss her?

Dresden - 1,7 Millionen Euro - das ist eine Menge Holz. So viel will Dynamo Dresdens Sportgeschäftsführer Ralf Minge in der Winterpause mindestens ausgeben, um den Kader in der Breite qualitativ besser aufzustellen.

Da werden die "Drähte" glühen! Dynamos Sportdirektor sucht intensiv nach Verstärkungen, die in der Winterpause verpflichtet werden sollen.
Da werden die "Drähte" glühen! Dynamos Sportdirektor sucht intensiv nach Verstärkungen, die in der Winterpause verpflichtet werden sollen.  © Lutz Hentschel

Wenn nötig, auch ein, zwei Euro mehr. Aber wo hat Dresden Bedarf? Im Grunde überall - außer im Tor und im defensiven Mittelfeld!

Dynamo feierte am Sonnabend zur Mitgliederversammlung den Rekordgewinn. Der Verein steht finanziell so gut da wie nie.

Doch unter den Mitgliedern und Fans regte sich auch einiger Unmut, warum die Summen nicht ins Team investiert werden. "Reich sterben" waren zwei Worte, die Fans untereinander austauschten.

"Wir müssen umdenken und mit einigen Dingen offensiver umgehen. Auch wenn wir mal Jahre haben, wo die Zahlen rot sind", sagte Minge.

Doch der 59-Jährige wird genau hinschauen. Geld verbrennen und einfach nur einkaufen um des Volkes Willen zu erfüllen, wird er nicht.

Den Bedarfsplan wird er mit Trainer Cristian Fiel und Chefscout Kristian Walter sorgfältig aufstellen.

Selbst festgestellt hat er schon, dass Dynamo im Sturm nicht nachlegen kann, wenn einer ausfällt. So wie bei Alexander Jeremejeff nach seinem Innenbandriss. Ohne ihn gab es nix zu holen, weil der Backup fehlte. Luka Stor kann das (noch) nicht abdecken.

Der Bedarf bei Dynamo Dresden ist "groß"

Alex Meier (M.) wirft sich aktuell für die Western Sydney Wanderers in die Bälle.
Alex Meier (M.) wirft sich aktuell für die Western Sydney Wanderers in die Bälle.  © imago images / AAP

Der Sturm ist das größte Problem der Dynamos. Da sollte ein bulliger Mann her, der Größe mitbringt. Alexander Meier zum Beispiel. Der ist zwar schon 36 Jahre alt, mit seinen 1,96 Meter aber immer noch ein Garant für Lufthoheit.

Bereits im Sommer soll es Kontakte mit der ehemaligen Eintracht-Legende gegeben haben. Mittlerweile ist der Mittelstürmer in Australien bei den Western Sydney Wanderers gelandet, unterschrieb dort bis Juni 2020.

Eine Rückholaktion von Down Under dürfte aber zumindest finanziell nicht das größte Problem darstellen.

Apropos Größe: Dynamo ist nicht nur die jüngste Mannschaft der Liga, sondern mit einem Schnitt von 1,80 Meter auch die kleinste. In vielen Spielen fehlte einfach nur die Körperlichkeit.

Das sollte Thema sein, auch die Abwehr könnte noch einen zuverlässigen Turm Marke Dario Dumic vertragen.

Auch auf beiden Außenbahnen müsste etwas passieren, da kam bisher zu wenig. Auch, weil sich zig Leute schon auf links und rechts probieren durften. Ohne dass Fiel sagte: "Jawoll, der oder der ist nicht mehr von dort wegzudenken." Aber genau so sollte es sein.

Dem jetzigen Kader wird es sicher nicht schmecken, dass jetzt so offensiv mit möglichen Verstärkungen umgegangen wird. Doch das ist in einer Leistungsgesellschaft wie dem Profifußball so.

Jeder Einzelne kann in den fünf Spielen bis zur Winterpause zeigen, dass er unverzichtbar ist.

Dario Dumic.
Dario Dumic.  © Lutz Hentschel

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