Dynamo Dresden hat mit Klingenburg einen neuen Krieger!

Dresden - Einen Cut unterm linken Auge, ein schönes fettes Veilchen, ein Kratzer auf dem kurz geschorenen Haupt. Letztes Wochenende war Boxnacht mit Tom Schwarz in Las Vegas.

René Klingenburg (l.) geht dahin, wo es wehtut. So wie hier am letzten Spieltag der vergangenen Saison für Preußen Münster im Kopfballduell mit Zwickaus Nico Antonitsch.
René Klingenburg (l.) geht dahin, wo es wehtut. So wie hier am letzten Spieltag der vergangenen Saison für Preußen Münster im Kopfballduell mit Zwickaus Nico Antonitsch.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Nein, ich war leider nicht dabei. Ich hätte wahrscheinlich gewonnen", lacht Dynamo-Neuzugang René Klingenburg.

"Ich hatte einen kleinen Unfall, Vorfall. Tat ein bisschen weh, geht auch vorüber", so der 25-Jährige.

Er habe Äpfel pflücken wollen, sagt er scherzhaft. Intern sei alles besprochen, alles geklärt.

Es sei auch kein Alkoholunfall gewesen.

"Ich trinke keinen Alkohol", so Klingenburg. "Zumindest nicht während der Saison, wenn dann mal ein Gläschen Wein", gibt er zu, wollte aber nun gar nicht verraten, was genau passierte.

Muss er auch nicht. Es zeigt aber: Dynamo hat wieder einen echten Krieger, einen fürs Grobe. Einen, der dorthin geht, wo es buchstäblich wehtut. Deshalb hat ihn die SGD auch geholt.

Und dabei den sächsischen Wettkampf mit Aue gewonnen.

Klingenberg war Balljunge bei Dynamo-Spiel

Kam mit Veilchen zum Trainingsauftakt und gab gleich Vollgas: Neuzugang René Klingenburg (l., gegen Patrick Ebert).
Kam mit Veilchen zum Trainingsauftakt und gab gleich Vollgas: Neuzugang René Klingenburg (l., gegen Patrick Ebert).  © Lutz Hentschel

Im Mai, als er mit Preußen Münster in Zwickau spielte, saßen Dynamo-Sportgeschäftsführer Ralf Minge und Aues Präsident Helge Leonhardt einträchtig nebeneinander auf der Tribüne und haben Klingenburg beobachtet.

"Für mich war es schon zwei Wochen vorher entscheiden, dass ich hier her will. Nach dem Gespräch mit dem Trainer war es klar", sagt der Mittelfeldspieler und erzählte auch gleich sein erstes Dynamo-Erlebnis.

"Das war in Oberhausen, da war ich Balljunge. Da wollte ich den Ball nicht mehr aus dem Block holen. Es hieß, aufpassen, das sind Dresdner", grinst er.

Im April gegen Union hat er ein Dynamo-Spiel dann live gesehen. "Ich saß oben auf der Tribüne, ich hatte sofort Gänsehaut. Ich kann es mir sehr, sehr gut vorstellen, hier aufzulaufen."

Und dass die Dynamo-Fans in der neuen Saison Gänsehaut bekommen werden, dafür will René Klingenburg sorgen. Er, der neue Krieger im schwarz-gelben Trikot.

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