Revanche für Derby-Debakel? Dynamo mit viel Rückenwind gegen Aue

Dresden - "Das letzte Mal war im Schacht", wusste Dynamo Dresdens Jannis Nikolaou auf Anhieb zu berichten. Gemeint war der letzte Auswärtssieg vor dem 2:1 in Regensburg. Das war am 1. April des Vorjahres. Nun wieder einmal ein Dreier - ein Appetithappen vor dem Derby am Sonntag eben gegen Aue.

Jannis Nikolaou nach seinem Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 gegen Bochum. Der 26-Jährige ist momentan der stabilste Dresdner Feldspieler.
Jannis Nikolaou nach seinem Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 gegen Bochum. Der 26-Jährige ist momentan der stabilste Dresdner Feldspieler.  © ima­go images/Den­nis Hetz­schold

Dort will Dresden Revanche für das 1:4 im Hinspiel. Die SGD hat noch eine Rechnung hoffen, unabhängig von der Tradition der Partie.

"Das ist wahr", sagt Nikolaou. Die Last wiegt jetzt nicht ganz so schwer, vor allem weil das Selbstvertrauen zurück und das rettende Ufer durch den Dreier beim SSV Jahn in Sichtweite ist.

"Der eine Sieg hilft uns im Moment. Aber von der Gesamtsituation her ist es nur ein erster Schritt, wir müssen weitere gehen. Wir spielen gegen den Schacht auf Sieg", powert Nikolaou.

Das Hinspiel, damals noch unter Cristian Fiel, wies Charakterzüge auf, die jetzt immer wieder zu sehen sind. Dresden spielte damals trotz 1:0-Führung durch Moussa Koné eine schwache erste Hälfte, lag zur Pause 1:3 hinten, kam erst nach dem Wechsel stark auf und wurde gebremst. Der Treffer zum möglichen 2:3 fand keine Anerkennung.

Ähnlich sind die Partien auch jetzt nach der Winterpause gelaufen. Gerade das Heimspiel war fast ein Spiegelbild jener Partie. Zu Beginn oft schlecht, dann stark. In Regensburg war es ähnlich. Dresden fand in Durchgang eins gar nicht statt.

Dynamo Dresden: Jannis Nikolaou glaubt an Aufschwung

"Das war ein bisschen typisch für uns", so Nikolaou. "Es ist schwer in unserer Situation, wir haben schon dagegen gehalten, konnten aber keine Akzente setzen." Und dann fast schon dieser Urknall nach dem 0:1, die Kehrtwende einer ganzen Mannschaft.

"Top Moral der ganzen Truppe. Es ist nicht einfach, so aufzustehen, alles nach vorn zu schmeißen. Am Ende war es verdient. Das muss uns Auftrieb geben für die nächsten Wochen, gerade fürs Derby", hofft der 26-Jährige. Aber es ist ein Heimspiel, auswärts mit fünf Punkten aus drei Spielen 2020 ist ok.

Daheim sind es drei aus drei. "Wir haben gegen Darmstadt und Bochum in den falschen Situationen Fehler gemacht, waren nicht zwingend genug. Trotzdem hätten wir beide Partien auch gewinnen können. Jetzt sind wir in Schwung und wollen den mitnehmen."

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