Dynamo Dresden muss blechen: 40.500 Euro wegen Banner, Hitlergruß und kaputten Klos

Dresden - Dynamo Dresden muss mal wieder tief in die Tasche greifen. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitag mitteilte, soll der Verein 40.500 Euro aufgrund von Fehlverhalten seiner Fans blechen.

Diese Botschaft hatten die Dynamo-Fans an die Frauen der St.Pauli-Ultras.
Diese Botschaft hatten die Dynamo-Fans an die Frauen der St.Pauli-Ultras.

Angeführt werden vier Fälle von unsportlichen Verhaltens, die sich alle am 1. Dezember beim Auswärtsspiel beim FC St. Pauli ereignet haben sollen.

So hatten die Dresdner Anhänger ein Banner hochgehalten, auf dem geschrieben stand: "Ihr müsst heute Abend hungern, weil Eure Fotzen mit Euch im Block rumlungern." Zudem zeigte ein Fan den Hitlergruß (TAG24 berichtete).

Vor dem Anpfiff schon hatten die Dynamo-Fans die Toiletten im Gästebereich so stark zerstört, dass sie im Laufe der ersten Halbzeit für die weitere Nutzung gesperrt werden mussten.

Des weiteren heißt es vom DFB: "In der zweiten Halbzeit versuchten sie, eine St. Pauli-Zaunfahne zu entwenden, was zu Auseinandersetzungen mit heimischen Zuschauern und Becherwürfen führte, wodurch ein Ordner verletzt wurde."

Nach dem Spiel kam es dann zu Auseinandersetzungen zwischen heimischen und Gästefans, "wobei Dresdner versuchten, über die Zaunanlage in Richtung Innenraum zu klettern und die Tore zu öffnen. Dies hatte einen massiven Polizei-Einsatz zur Folge. Sechs Polizisten und 25 Störer wurden verletzt."

Dieses frauenverachtende Banner wurde im Gästeblock gezeigt.
Dieses frauenverachtende Banner wurde im Gästeblock gezeigt.

Dynamo hatte sich unmittelbar nach dem Spiel zu den Vorfällen geäußert: "Es sind in Hamburg im Zusammenhang mit einigen Anhängern im Gäste-Block verschiedene Dinge vorgefallen, die wir zutiefst ablehnen und verurteilen, weil sie menschenverachtend sind und die Werte unserer Sportgemeinschaft mit Füßen treten", erklärte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born am Sonntag nach der Partie.

Er entschuldigte sich im Namen des Vereins bei den betroffenen Personen. Der "intensive Aufarbeitungsprozess" sei bereits in vollem Gange: "Wenn die interne Analyse abgeschlossen ist und alle Beteiligten die Chance hatten, ihre Sicht der Dinge darzulegen, werden wir uns als Verein in aller Deutlichkeit zu den Vorfällen im Millerntor-Stadion äußern", sagte Born weiter.

Bislang hat der Verein auf das Urteil und die angedrohte Strafe noch nicht reagiert. Der Verein hat einen Werktag Zeit, gegen das Urteil des Einzelrichters Einspruch einzulegen und eine mündliche Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht zu beantragen.

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