Dynamo-Fan (36) weiter in kritischem Zustand: Darum fiel er von der Mauer sechs Meter in die Tiefe

Dresden/Darmstadt - Beim Sturz von einer Stadion-Mauer am Böllenfalltor in Darmstadt hat ein 36-jähriger Dynamo-Fan schwere Verletzungen erlitten, sagte Andrea Löb von der Polizeidirektion Südhessen gestern Vormittag. Ob er in Lebensgefahr schwebt sowie über die Art und Weise der Verletzungen konnte sie nichts sagen. Laut Verein sei sein Zustand weiter kritisch.

Der Rettungshubschrauber auf dem Rasen am Böllenfalltor.
Der Rettungshubschrauber auf dem Rasen am Böllenfalltor.  © imago images/Jan Huebner

"Der Mann hat sich während des Spiels auf einen circa drei Meter hohen Mauervorsprung im Zugangsbereich des Gästeblocks begeben, um eine bessere Sicht auf den Rasen zu haben. Trotz mehrfacher Aufforderung hat er ihn nicht verlassen,", erklärte Andrea Löb.

"Nach Spielende war er von dort aus bislang unbekannter Ursache heruntergestürzt."

Der Gästeblock im Stadion am Böllenfalltor war erst am Spieltag neu eröffnet worden. Der Stadionsprecher ermahnte die SGD-Anhänger mehrfach, nicht auf die Mauern zu klettern.

Nach Abpfiff der Partie landete ein Rettungshubschrauber auf dem Spielfeld. Der verletzte Fan wurde ins Krankenhaus geflogen.

"Die Erstversorgung und der Einsatz des Rettungshubschraubers machten es notwendig, dass der Gästeblock erst nach Abschluss aller Maßnahmen geöffnet werden konnte. Unser Dank gilt auch den Gastgebern, dem Sicherheitsdienst, allen Einsatzkräften und vor allem den Ersthelfern", sagte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born.

Auch die Polizei lobte das Verhalten der Fans nach dem Unfall. Diese konnten 90 Minuten nach Spielschluss die Heimreise antreten.

"Wir wünschen dem Fan von Herzen, dass er sich möglichst rasch auf dem Weg der Besserung befindet", so Born.

Der Helikopter landet im Stadion.
Der Helikopter landet im Stadion.  © imago images/Jan Huebner

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