Dynamo Dresden bleibt auch mit Heiko Scholz im Sumpf stecken: Nur 1:1 gegen Sandhausen

Dresden - Dynamo Dresden bleibt weiter ganz tief im Sumpf der zweiten Fußball-Bundesliga stecken. Auch in Spiel eins nach der Trennung von Trainer Cristian Fiel schafften es die Schwarz-Gelben unter Interimstrainer Heiko Scholz nicht, wichtige drei Punkte einzufahren und kamen über ein 1:1 (1:1)-Unentschieden im Heimspiel gegen den SV Sandhausen nicht hinaus.

Die Dynamo-Spieler bejubeln das 1:0 durch Alexander Jeremejeff.
Die Dynamo-Spieler bejubeln das 1:0 durch Alexander Jeremejeff.  © Lutz Hentschel

Der Effekt des Wechsels an der Seitenlinie ist damit vorerst verpufft. Das war abzusehen, denn bei der Verabschiedung von Fiel wurde klar, dass die Mannschaft wollte und auch nicht gegen den Coach gespielt hat - es geht einfach nicht besser!

Vor 26.019 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion traf Alexander Jeremejeff zum 1:0 (5. Minute) für Dynamo. Robin Scheu glich in der 30. Minute zum 1:1 aus.

Klar, Heiko Scholz war vor der Partie rund um das Stadion Thema Nummer eins, eine besondere Aufbruchstimmung lag allerdings nicht in der Luft. Im Gegenteil, schon fast ironisch hingen die Ultras die Rote Laterne vor ihrem Turm auf.

Musikalisch wurde die Botschaft des Tages untermalt. Vor Anpfiff schallte "Feuer frei" von Rammstein durch das Rund. Das nahm sich Dynamo zumindest zu Beginn zu Herzen und führte nach nur fünf Minuten mit 1:0.

Die Spieler zeigten, wie es gehen kann: Mit zwei einfachen Pässen. Klingenburg auf Atik, der auf Jeremejeff - Tor! Doch ganz so simpel ist es dann eben doch nicht. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit wurde wieder sichtbar, warum die Schwarz-Gelben am Tabellenende stehen. Vorm Tor viel zu kompliziert, in der Ballbehauptung mit Defiziten und zu ideenlos war das Spiel der Hausherren.

Eine große Rolle spielte mal wieder der Videoschiedsrichter. Der bestätigte zunächst in der 14. Minute das Abseits von Kevin Behrens, der den vermeintlichen Ausgleich erzielt hatte.

Zwischen der 27. und der 30. Minute gab es eine lange Unterbrechung, weil sich nach einem Foul von Ballas an Behrens erst Videoschiedsrichter Tobias Welz aus Köln gemeldet hatte, dann sah es sich der Unparteiische Benjamin Cortus selbst noch einmal an.

Dynamo kassiert das 1:1 nach Elfmeter und Videobeweis

Robin Scheu trifft im Nachsetzen nach de Elfmeter für Sandhausen zum 1:1-Ausgleich.
Robin Scheu trifft im Nachsetzen nach de Elfmeter für Sandhausen zum 1:1-Ausgleich.  © Lutz Hentschel

Und er bestätigte sein erstes Urteil: Elfmeter! Ballas war eher über die Achillessehne des Gegners gestolpert, der fiel dann auch mit reichlich Verspätung.

Dennoch gab es den Strafstoß, den Kevin Broll in der 30. Minute zunächst gegen Bouhaddouz hielt, doch der Nachschuss von Scheu saß. Und damit stand es 1:1. Ballas hatte bereits lange zuvor Gelb gesehen, in der Szene gab es allerdings keine Karte.

Das gab Dynamo keinen Weckruf, eher wurden die Qualitätsprobleme im spielerischen Bereich weiter sichtbar. So jagte Kreuzer einen Freistoß aus aussichtsreicher Position nicht einmal aufs Tor, sondern in Richtung K-Block (42.).

Nach der Halbzeit tat sich das Team von Interimstrainer Heiko Scholz extrem schwer. Spielerisch fiel den Männern kaum etwas ein, da war Sandhausen eher bemüht, das Spiel an sich zu reißen.

In der 66. Minute entrollten die Fans im Block ein Banner zum Dank von Cristian Fiel: "10 Jahre Vereinstreue - Danke Fielo" stand darauf geschrieben. Anschließend gab es auch "Fielo"-Sprechchöre. Das wird dem Ex-Trainer, sollte er die Partie am TV verfolgt haben, sicher gut tun.

Nach einem direkten Freistoß von Atik, den Tormann Martin Fraisl abwehren konnte, drängten die Schwarz-Gelben kurzzeitig mit mehr Vehemenz auf den Siegtreffer. Zählbares kam dabei aber nicht heraus. Und das war haarsträubend, denn in der 84. Minute scheiterten Koné und im Nachschuss Stor an Fraisl.

Auch in der Nachspielzeit gelang der Lucky Punch nicht mehr.

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