Dynamos U19 patzt nach Slapstick-Eigentor auch gegen Kellerkind Cottbus!

Dresden - Es läuft momentan nicht rund bei Dynamo Dresdens U19! Nach der peinlichen Pleite beim Tabellenletzten Chemnitzer FC (0:1) hat die SGD auch das Heimspiel gegen den FC Energie Cottbus mit 2:3 (1:1) verloren und dabei eine schwache Leistung gezeigt.

Das 1:0 für Dynamos U19: Einen Eckball von rechts köpft Maximilian Großer (vor Cottbus-Keeper Gerome Gartz) zur Führung ins Netz.
Das 1:0 für Dynamos U19: Einen Eckball von rechts köpft Maximilian Großer (vor Cottbus-Keeper Gerome Gartz) zur Führung ins Netz.  © Stefan Bröhl

Die Lausitzer, ebenfalls ein Kellerkind, das vor der Partie aus 16 Spielen nur zehn Punkte bei einem Torverhältnis von 15:50 gesammelt hatte, übernahmen etwas überraschend die Spielkontrolle.

Doch dem Drittletzten fehlte vorne die Durchschlagskraft. So wurde es in Dynamos Strafraum zwar einige Male brenzlig, wirklich gefährlich aber nicht.

Stattdessen schlugen die Dresdner mit der ersten Möglichkeit eiskalt zu. Einen Eckball von der rechten Seite trat Linksverteidiger Jonas Kühn mit viel Schnitt an den ersten Pfosten, wo Maximilian Großer hochstieg, vor FCE-Keeper Gerome Gartz am Ball war und diesen aus vier Metern einköpfte - 1:0 für die SGD (10. Minute)!

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Energie zeigte sich jedoch nicht geschockt: Jeremy Postelt köpfte aufs Netz (14.), dann war es geschehen - und zwar mit kräftiger Mithilfe der SGD!

Joonmo Kang dribbelte im eigenen Sechzehner und wollte die Kugel dann durch die Mitte (!) wegschlagen, traf bei diesem völlig verunglückten Klärungsversuch aus halblinker Position aber Großer, von dem das Leder ins eigene Tor sprang - mehr Slapstick geht nicht, 1:1 (23.)!

Die Zuschauer am Kunstrasenplatz auf dem Sportpark Ostra waren fassungslos, so ein Eigentor hatten die wenigsten jemals gesehen! Dennoch hatte Dynamo durch Simon Gollnack die nächste Möglichkeit, als er sich gegen Energie-Kapitän Adrian Jarosch durchtankte, aber zu unplatziert abschloss, sodass Gartz den Ball mit einem starken Reflex noch parieren konnte (26.).

Dynamo Dresdens U19 verunsichert und ohne spielerische Linie gegen den FC Energie Cottbus

Joonmo Kang (vorne-rechts) schoss ein selten gesehenes Slapstick-Eigentor. Da er auch sonst unglücklich spielte, wurde er nach der ersten Halbzeit ausgewechselt.
Joonmo Kang (vorne-rechts) schoss ein selten gesehenes Slapstick-Eigentor. Da er auch sonst unglücklich spielte, wurde er nach der ersten Halbzeit ausgewechselt.  © Stefan Bröhl

Auf der anderen Seite scheiterte Luis Müller am klasse haltenden SGD-Keeper Stefan Kiefer (31.).

Davon abgesehen passierte im ersten Abschnitt nur wenig, was aber hauptsächlich daran lag, dass beide Teams mit sich und dem Gegner zu kämpfen hatten, deshalb kein Spielfluss zustande kam und es daher viele Fehlpässe sowie Ungenauigkeiten zu sehen gab.

Obwohl Dresden zur Pause doppelt wechselte, fehlte weiterhin der Zugriff. Das bestrafte Cottbus. Als Dynamos Defensive den Ball zum wiederholten Mal nicht geklärt bekam, fasste sich Tim Mertens ein Herz, zog aus 18 Metern zentraler Position ab und schlenzte die Kugel genau in die rechte untere Eck. Kiefer war chancenlos und Energie führte mit 2:1 (57.).

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Anschließend verpasste Cottbus bei zwei guten Gelegenheiten die vorzeitige Entscheidung. Die Hausherren wirkten nun sehr verunsichert, einfallslos und hatten Glück, keinen stärkeren Kontrahenten erwischt zu haben, der diese Schwächephase besser ausgenutzt hätte.

Dennoch trafen die Lausitzer erneut. Als Kiefer bei einem der vielen langen Bälle hinter die Abwehrkette aus dem Tor kommen musste und etwas zu spät dran war, spitzelte Robin Spreitzer das Leder an ihm vorbei und köpfte dann in den verwaisten SGD-Kasten zum 3:1 für die Gäste ein (82.).

Anschließend spielte Cottbus das Ergebnis routiniert herunter - bis zur letzten Aktion der Partie. Da fasste sich der eingewechselte Phil Harres wie zuvor auf der anderen Seite Mertens ein Herz und schlenzte die Pille aus 20 Metern in die rechte untere Ecke zum 2:3 (90+2.). Doch dieses Tor kam zu spät. Dynamo sollte nun schleunigst versuchen, am kommenden Samstag (12 Uhr) bei Hannover 96 die Trendswende herbeizuführen.

Philipp Scharfe kam zum zweiten Abschnitt in die Partie und sorgte zumindest für ein wenig Belebung auf der rechten Seite.
Philipp Scharfe kam zum zweiten Abschnitt in die Partie und sorgte zumindest für ein wenig Belebung auf der rechten Seite.  © Stefan Bröhl
Dynamo-Stürmer Simon Gollnack (r.) blieb gegen Cottbus torlos.
Dynamo-Stürmer Simon Gollnack (r.) blieb gegen Cottbus torlos.  © Stefan Bröhl

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