Tief durchatmen! Dynamo bleibt ungeschlagen und holt Punkt gegen Union

Dresden - Puh! Tief durchatmen für Dynamo Dresden! Die Schwarz-Gelben verpassten am Sonntag zwar den zweiten Derbysieg innerhalb einer Woche, doch mit dem 0:0-Unentschieden gegen Aufstiegsaspirant 1. FC Union Berlin bleibt die SGD unter Neu-Trainer Cristian Fiel ungeschlagen.

Baris Atik (links) im Zweikampf mit Ex-Dynamo Akaki Gogia.
Baris Atik (links) im Zweikampf mit Ex-Dynamo Akaki Gogia.  © Lutz Hentschel

Vor 30.700 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion waren Tore Fehlanzeige, auch wenn nach einer zähen ersten Halbzeit in den zweiten 45 Minuten wesentlich mehr Feuer im Spiel war.

Mit dem Remis sicherten sich die Schwarz-Gelben von neun möglichen fünf Punkte aus der englischen Woche und vergrößerten den Abstand auf Relegationsplatz 16 vorläufig auf neun Punkte. Für die Fans noch viel wichtiger: durch den Punktgewinn zieht Dynamo an Aue vorbei.

Beim dritten Spiel innerhalb von sieben Tagen warf Fiel die Rotationsmaschine an. Gleich auf fünf Positionen änderte er seine Startelf und ließ dabei mit Röser und Koné die beiden etatmäßigen Stürmer auf der Bank. Kreuzer, Atilgan, Gonther, Atik und Berko durften von Beginn an auflaufen.

Dynamo tat sich schwer. In den ersten zehn Minuten präsentierte Union ein temporeiches Pressing, die Schwarz-Gelben fanden nicht so richtig zu ihrem Spiel.

Und das setzte sich fort. Mit zunehmender Spieldauer fehlten zwar auch den "Eisernen" das nötige Tempo und der Druck vorm gegnerischen Tor, aber Dynamo konnte das Spiel ebenfalls nicht an sich reißen. Das Team stand tief in der eigenen Hälfte, trug die Offensivbemühungen mit zu wenig Geschwindigkeit vor, um die Ordnung des Gegners durcheinanderzuwirbeln.

Auf links hatte Duljevic mehrfach die Möglichkeit, einen Angriff einzuleiten, entschied sich aber mehrfach für die falsche Variante. Union stand extrem kompakt, die Hausherren fanden kaum ein Mittel dagegen.

Dynamo bringt in der zweiten Hälfte mehr Feuer in die Partie

Trainer Cristian Fiel war an der Seitenlinie manchmal zum Verzweifeln zumute.
Trainer Cristian Fiel war an der Seitenlinie manchmal zum Verzweifeln zumute.  © Lutz Hentschel

Die besten Chancen verzeichneten die Berliner. Mees (2. Minute), Andersson (19.) und Kroos (22.) nahmen Maß, scheiterten aber an Schubert.

Die gefährlichste Möglichkeit vergab aber Hübner in der 34. Minute. Sein Kopfballaufsetzer ging knapp über die Latte.

Bei Dynamo taten sich lediglich Berko (15.) und Dumic (27.) aus der Distanz hervor, beide schossen neben den Kasten.

Nach der Pause gab es zunächst keine Wechsel, die Partie wurde aber hitziger. Mehr Härte in den Zweikämpfen, ein mit Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus auf dem Rasen diskutierender Fiel und eine angeheizte Stimmung bestimmten die Phase nach der Halbzeit.

In der 60. Minute kam Möschl für Wahlqvist. Union probierte es jetzt immer wieder mit Schmackes aus der Distanz, doch die Schüsse zischten am Tor vorbei. Atilgan machte zehn Minuten später Platz für Koné. Es blieb hitzig, auch weil Steinhaus nicht immer ganz souverän wirkte, die Nickligkeiten häuften sich.

Union war am Drücker, dann aber die unfassbare Szene in der 76. Minute: Berko ist auf der rechten Seite durch, läuft mit Atik und dem freistehenden Koné aufs Tor zu, wartet aber so lange mit dem Pass auf Atik, dass zwei Union-Spieler den Ball blocken konnten. Daraus hätte Dynamo mehr machen müssen!

In der 82. Minute brachte Fiel mit Röser den letzten frischen Mann ins Spiel. Er kam für Duljevic. In einer extrem aufgeheizten und intensiven Endphase drückten beide auf den Siegtreffer, doch der gelang nicht mehr.

Zwei gegen einen: Dynamo hatte nicht immer Zugriff auf den Gegner.
Zwei gegen einen: Dynamo hatte nicht immer Zugriff auf den Gegner.  © Lutz Hentschel

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