Dynamo kassiert im Sachsenderby in Aue nach Führung heftige Klatsche!

Dresden - Was für eine Haue in Aue! Vor ausverkauftem Haus verlor Dynamo Dresden das Sachsenderby mit 1:4 (1:3). Spielerisch über weite Strecken gar nicht so schlecht, patzte die SGD vor allem in der Defensive.

Dynamo-Kapitän Marco Hartmann kann nur hinterherhecheln: Aue-Stürmer Pascal Testroet traf gegen seinen Ex-Verein doppelt.
Dynamo-Kapitän Marco Hartmann kann nur hinterherhecheln: Aue-Stürmer Pascal Testroet traf gegen seinen Ex-Verein doppelt.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentrabild/dpa

Allen Toren gingen krasse Fehler voraus, die so nicht passieren dürfen, erst Recht nicht in solch einer Partie. Da passte nicht viel zusammen. Dresden betrieb einen enormen Aufwand, fiel aufgrund der eklatanten Fehler hinten aber tief in den Schacht.

Cristian Fiel überraschte mit seiner Aufstellung: Zum einen gab Kapitän Marco Hartmann sein Saisondebüt in der Startelf, zum anderen kam Luka Stor für Alex Jeremejeff. Der dritte Wechsel hatte sich angedeutet: Baris Atik begann für Patrick Ebert. Taktisch war es ein 3-5-2.

Fazit nach 45 Minuten: Dresden spielte überragend Fußball, führte durch Moussa Koné (18.) verdient mit 1:0 und verteidigte über die gesamte Distanz ziemlich grottig.

Dynamo legte einen Blitzstart hin, Stor enteilte Sören Gonther und schickte Baris Atik, der an Martin Männel scheiterte. 41 Sekunden waren da gespielt.

Die SGD blieb oben auf, spielte mit den Auern Katz und Maus. Doch einmal mussten alle tief durchatmen. Kevin Ehlers (11.) vertändelte an der Mittellinie gegen Jan Hochscheidt den Ball, der bediente Pascal Testroet. Jannik Müller war eher am Ball und spitzelte ihn fast ins eigene Tor.

Ansonsten spielten nur die Schwarz-Gelben. Die Führung war folgerichtig und überragend herausgespielt: Dzenis Burnic bediente aus dem Fußgelenk Stor, der legte in die Mitte, Koné schob ein. Alle schien zu laufen. Schien.

Dynamo Dresden beim FC Erzgebirge Aue mit schlimmen Abwehrfehlern

Pascal Testroet (lila Trikot) trifft für den FC Erzgebirge Aue zum 3:1. Linus Wahlqvist (r.) und Keeper Kevin Broll können nicht mehr eingreifen.
Pascal Testroet (lila Trikot) trifft für den FC Erzgebirge Aue zum 3:1. Linus Wahlqvist (r.) und Keeper Kevin Broll können nicht mehr eingreifen.  © Picture Point/Roger Petzsche

Denn was Dynamo hintendrin veranstaltete, war hanebüchend. Aue wurde eingeladen. Hochscheidt drang in den Strafraum ein, nahm danken das stehende Bein von Linus Wahlqvist an und fiel - Elfmeter.

Dimitrij Nazarov verwandelte sicher - 1:1 (27.). Dann flankte Fabian Kalig, Florian Ballas köpfte den Ball genau auf Nazarov, der die Kugel aus 16 Metern ins lange Ecke schlenzte - 1:2 (39.).

Und als wäre alles noch nicht genug, ließ sich Dynamo noch von einer Eckenvariante überraschen. Philipp Riese zog den Ball geradlinig und scharf auf den kurzen Pfosten, Kalig verlängerte, Pascal Testroet köpfte das Leder unter die Latte - 1:3 (45. +1)

Fiel reagierte zur Pause, nahm den angeschlagenen Burnic vom Feld, brachte René Klingenburg, später ging er All-in, schickte Jermejeff für Ehlers auf den Rasen.

Der Weg war somit klar, volles Rohr. Rückstände aufzuholen ist fast schon eine Spezialdisziplin. Ab sofort ging es heiß her. Da war Feuer im Derby. Pech hatte Dynamo kurz nach der Einwechslung von Jeremejeff. Martin Männel (61.) ließ nach einer Ecke bedrängt von Hartmann den Ball fallen, Koné schob ein. Doch der VAR schaltete sich ein, wertete Hartmanns Einsatz als Foul. Das wäre es gewesen.

Stattdessen patzte Dynamo hintendrin erneut. Müller und Ballas ließen sich nach einem langen Ball von "Paco" Testroet austanzen, der mit einem Schuss ins kurze Eck zum 4:1 (70.) alles klar machte.

Zum Verkriechen: Stürmer Alexander Jeremejeff kassierte mit Dynamo eine deutliche Abreibung.
Zum Verkriechen: Stürmer Alexander Jeremejeff kassierte mit Dynamo eine deutliche Abreibung.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentrabild/dpa

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