Ganz stark, Dynamo! Walpurgis-Team schickt Darmstadt mit 4:1 nach Hause

Dresden - Yoga, Kältekammer und jede Menge Motivation: Maik Walpurgis hat in den vier Tagen nach der Dynamo-Niederlage gegen den HSV alles richtig gemacht. Denn am Samstag feierte sein Team den ersten Heimsieg unter seiner Leitung.

Philip Heise traf zum 3:1 für die Schwarz-Gelben.
Philip Heise traf zum 3:1 für die Schwarz-Gelben.  © Lutz Hentschel

Die Mannschaft setzte sich vor 26.530 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion mit 4:1 (1:1) gegen SV Darmstadt 98 durch. Mit dem dritten Dreier der Saison und neun Punkten auf dem Konto rücken die Schwarz-Gelben damit auf nur einen Zähler an die "Lilien" heran.

Moussa Koné (3. Minute/Foulelfmeter/90+1), Patrick Ebert (54.) und Philip Heise (60.) trafen für Dynamo. Marcel Heller (18.) hatte das zwischenzeitliche 1:1 erzielt.

Vier Tage nach dem guten Auftritt gegen den HSV (0:1) nahm Walpurgis in der Startelf mit der Hereinnahme von Aosman für Benatelli lediglich eine Änderung vor. Der Mittelfeldspieler durfte aber in Halbzeit zwei für Duljevic ran.

Von Beginn an waren Tempo, Härte in den Zweikämpfen und Leidenschaft auf dem Platz. Freuen durfte man sich vor allem auf das Duell Philip Heise gegen Ex-Dynamo Heller auf der linken Seite, das der Dresdner nach nur zwei Minuten das erste Mal für sich entschied.

Denn nach einem ungestümen Heller-Rempler von hinten fiel Heise im Strafraum, der Schiedsrichter zeigte auf den Elfmeterpunkt und Koné beendete mit seinem verwandelten Strafstoß zum 1:0 seine bis dahin 436 Minuten andauernde Torflaute. Die regenerativen Maßnahmen seit dem Hamburg-Spiel zeigten Wirkung, denn Dynamo präsentierte sich laufstark, leistete sich allerdings mit zunehmender Spieldauer den einen oder anderen kleinen Aussetzer in der Defensive.

Dynamo Dresden nach der Halbzeit wie entfesselt

Moussa Koné traf per Foulelfmeter schon nach drei Minuten zum 1:0 für Dynamo. Auch Aias Aosman (2.v.r.) machte ein starkes Spiel.
Moussa Koné traf per Foulelfmeter schon nach drei Minuten zum 1:0 für Dynamo. Auch Aias Aosman (2.v.r.) machte ein starkes Spiel.  © Lutz Hentschel

Einen nutzte Heller zum 1:1, zuvor war er von Mehlem bedient worden. Der Ex-Dynamo hatte in der 39. Minute noch eine sehr gute Möglichkeit, die Schubert entschärfte. Auf der Gegenseite vergab Heise in der 44. eine Großchance zum 2:1.

Die Zweikämpfe wurden härter, die Bank der Dresdner begann mit der Leistung des Unparteiischen Benedikt Kempkes zu hadern.

So lief Walpurgis nach dem Pausenpfiff zum kurzen Privatgespräch mit dem Schiri auf den Rasen. Zuvor war Linus Wahlqvist unglücklich mit Darmstadts Schlussmann Daniel Heuer Fernandes zusammengestoßen und hatte dafür Gelb gesehen.

In der Pause hatten sich die Hausherren offenbar klargemacht, dass Hadern mit Kempkes nichts bringt, sie ließen Leistung sprechen. Vor allem Ebert machte ein überragendes Spiel, kämpfte um jeden Ball, sah die Mitspieler und belohnte sich für seinen tollen Auftritt in der 54. Minute mit dem ersten Saisontor.

Auch am 3:1 nur sechs Minuten später hatte er einen großen Anteil, als er den Ball im Mittelfeld stark erkämpfte, nach vorn brachte und Wahlqvist den Torschützen Heise mustergültig bediente (60.). Die Fans im Stadion tobten, der Coach an der Seitenlinie applaudierte immer wieder seinem Team und Ebert wurde mit Standing Ovations bei seiner Auswechselung vom Feld geleitet.

Neben Ebert und Heise zeigte vor allem Aosman eine starke Leistung, das Vertrauen, das sowohl Interimstrainer Cristian Fiel, als auch Walpurgis ihm wieder geschenkt haben, scheint im gut zu tun. In der letzten halben Stunde ließen die Hausherren defensiv nichts mehr anbrennen und am Ende traf Koné noch zum 4:1. Schon am Dienstag müssen die Schwarz-Gelben auswärts beim VfL Bochum ran.


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