Dynamo-Coach Fiel vor Endspiel überzeugt: "Wir werden zu 100 Prozent gewinnen!"

Dresden - Cristian Fiel hat als Spieler zahlreiche Trainer kommen und gehen sehen - auch oder besser gerade in Dresden. Jetzt ist er selbst Coach der SG Dynamo und weiß, was die Stunde geschlagen hat.

Im Training in dieser Woche leistete Cristian Fiel (l.), moralische Aufbauarbeit - war bei Chris Löwe sicher auch bitter nötig.
Im Training in dieser Woche leistete Cristian Fiel (l.), moralische Aufbauarbeit - war bei Chris Löwe sicher auch bitter nötig.  © Lutz Hentschel

Es ist am Freitagabend ein Endspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden. Letzter gegen Vorletzter. Noch eine Niederlage kann er sich nicht erlauben, sonst wird es ganz eng für ihn. Dabei ist er auf seine Jungs angewiesen.

Wie geht er mit der Frage um seine Person um? "Ich konzentriere mich auf das, was ich beeinflussen kann und das ist die tägliche Arbeit mit den Jungs, die Ansprache an die Jungs, was ich von ihnen einfordere und alles andere liegt nicht in meiner Hand. Deshalb brauche ich mir darüber keine Gedanken machen", sagt der 39-Jährige.

Bei seinen Worten wirkt der Trainer keineswegs gedrückt, aber angespannt. Die Last auf seinen Schultern wirkt enorm. "Die Situation ist brutal ärgerlich, aber das ist der Fußball. Heute interessiert auch keinen mehr, was gestern war. Das war schon immer so. Jetzt ist einfach der Punkt gekommen, um zu punkten", holt Fiel tief Luft.

"Das Wort mit M, mit Ü, mit Doppel-S und EN am Schluss. Ich weiß, man muss eigentlich nur eine Sache im Leben. Aber der Zeitpunkt ist einfach da, wo wir gewinnen sollten", betont Fiel das "sollten" besondern energisch und fügt an: "Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir die Partie gewinnen."

Ein Satz, an dem er sich kurz vor 20.30 Uhr messen lassen muss. Punkt!

Gegen Wehen Wiesbaden muss ein Sieg her

"Love Dynamo" steht Schwarz auf Orange auf der Bande. Heute müssen alle, Trainer Cristian Fiel (r.), die Spieler und die Fans zeigen, dass dem so ist.
"Love Dynamo" steht Schwarz auf Orange auf der Bande. Heute müssen alle, Trainer Cristian Fiel (r.), die Spieler und die Fans zeigen, dass dem so ist.  © imago images/Dennis Hetzschold

Dabei treffen seine Dynamos heute auf eine Truppe, die in den letzten Wochen wortwörtlich Blut geleckt hat.

Wer gegen Stuttgart mit 15 Prozent Ballbesitz und zwei echten Torschüssen 2:1 gewinnt, gegen den HSV auch nur eine Chance braucht, um ein 1:1 zu holen, der ist nicht von Pappe.

Zwei Gegentore in den letzten Partien zeigen, es ist Beton, den Wiesbaden anrührt: "Ich gehe davon aus, dass Wehen hier her kommt uns sagt: ,lassen wir Dynamo mal machen. Wenn wir uns die letzten Wochen anschauen, dann machen die einen entscheidenden Fehler und den nutzen wir, um hier zu gewinnen.' Ich glaube nicht, dass sie an ihrer Art etwas ändern werden, kompakt stehen und auf diesen einen Moment warten."

Und den darf Dresden nicht liefern, sonst...

Minuskulisse erwartet

Die letzten Ergebnisse schrecken ab: Dynamo rechnet heute Abend zu diesem wichtigen Spiel mit nur 23000 Zuschauern, davon 100 aus Wiesbaden. Es wäre die absolute Minuskulisse in diesem Kalenderjahr.

Übrigens: Es ist die Premiere zwischen beiden Teams in der 2. Liga.

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