Dynamo-Tscheche Husbauer will auf EM-Zug aufspringen: Wechsel für SGD ein Glücksfall!

Dresden/Mijas - Karlsruhe statt Barcelona, Heidenheim statt Dortmund, Darmstadt statt Inter Mailand. Fünfmal hat Josef Husbauer (29) in der aktuellen Saison für Slavia Prag in der Champions League gespielt, ist mit dem Team schon so gut wie tschechischer Meister.

Ex-Dynamo Filip Trojan (l.) dolmetschte für seinen Landsmann Josef Husbauer beim Medientermin.
Ex-Dynamo Filip Trojan (l.) dolmetschte für seinen Landsmann Josef Husbauer beim Medientermin.  © Lutz Hentschel

Jetzt lässt er sich bei Dynamo Dresden auf den Abstiegskampf in der 2. Bundesliga ein. Warum?

Der 29-Jährige sitzt zusammen mit Ex-Dynamo-Profi Filip Trojan in der Lobby des schmucken La Cala Golf & Spa Resorts.

Trojan, der heute U19-Trainer in Mlada Boleslav ist, übersetzt die Fragen und Antworten für und von Husbauer. Den Wechsel beschreibt der Kicker ganz nüchtern.

Es wurde ihm nahegelegt, sich etwas anderes zu suchen. Slavia hat schon 16 Punkte Vorsprung auf Platz zwei, setzt künftig auf jüngere Spieler. Und da gehört Husbauer, obwohl er im März erst 30 wird, nicht mehr dazu.

"Es ist nicht angenehm, weil es vier tolle Jahre waren mit jeweils zwei Meister- und Pokaltiteln. Ich habe viele Freunde da", erklärt Husbauer.

Und die kamen zum Test gegen Bukarest in großer Zahl. Seine ehemaligen Mannschaftskameraden waren da.

"Wir haben das vorher so ausgemacht, Slavia ist nicht weit weg von hier im Camp. Da hat das gepasst. Es war sehr schön", lacht er.

Josef Husbauer hatte auch Angebote von Fortuna Düsseldorf und Levski Sofia vorliegen

Josef Husbauer (l.) haut wie hier gegen Bukarest auch mal dazwischen, wenn es nötig ist.
Josef Husbauer (l.) haut wie hier gegen Bukarest auch mal dazwischen, wenn es nötig ist.  © Lutz Hentschel

Nun kickt er zumindest für die kommenden fünf Monate für die Schwarz-Gelben. Obwohl er auch andere Angebote - zum Beispiel von Fortuna Düsseldorf und Levski Sofia - vorliegen hatte.

Und Dresden heißt in dieser Saison Abstiegskampf. Gegen Bukarest hat er im Mittelfeld gezeigt, wo der Hase lang läuft.

Zwar klappte noch nicht alles, aber sein aggressives Zweikampfverhalten passte schon mal. Da kamen zwei, drei Grätschen, die im Liga-Alltag benötigt werden.

Er setzte Zeichen, wollte immer den Ball, verarbeitete ihn in einer erstaunlichen Ruhe - und wenn ein Gegner an ihm vorbei wollte, verursachte das schon mal heftige Schmerzen...

"Dresden ist eine tolle Herausforderung", sagt er. Außerdem habe die Nähe zu Prag für Dynamo gesprochen: "Meine Familie bleibt in Prag und kommt mich so oft wie möglich besuchen", so Husbauer.

Zudem hofft er über Dresden noch auf den EM-Zug aufzuspringen: Nationaltrainer Jaroslav Silhavy "hat mir zugesichert, dass dies möglich ist, wenn ich regelmäßig und gut spiele." Also könnten Karlsruhe, Heidenheim und Darmstadt ihm gut zu Gesicht stehen - und Dynamo auch.

Bei diesem herrlichen, südländischen Licht muss man ja gute Laune kriegen: Josef Husbauer jedenfalls hat sie - sein Wechsel zu Dynamo soll sich schließlich auch für ihn persönlich bezahlt machen.
Bei diesem herrlichen, südländischen Licht muss man ja gute Laune kriegen: Josef Husbauer jedenfalls hat sie - sein Wechsel zu Dynamo soll sich schließlich auch für ihn persönlich bezahlt machen.  © Lutz Hentschel

Mehr zum Thema Dynamo Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0