Dynamo-Pleite gegen Erfurt: Eilers spricht von Fehlstart!

Justin Eilers spricht vom Fehlstart

Erfurt kann gerade noch retten: Zuvor hatten Michael Hefele und Jannik Müller den Schlussmann schon fast überwunden.
Erfurt kann gerade noch retten: Zuvor hatten Michael Hefele und Jannik Müller den Schlussmann schon fast überwunden.

Von Tina Hofmann

Dresden - Keine Zuschauer. Aber vor allem keine Tore - so kann man nicht gewinnen! Für Dynamo ist der Fehlstart in die Restrückrunde perfekt. Das Team von Trainer Stefan Böger unterlag am Samstag im Geisterspiel Rot-Weiß Erfurt mit 0:1 (0:0).

Dabei war nicht nur die Atmosphäre in einem leeren Stadion gruselig, sondern besonders die Vorstellung, die Dynamo bot. Erfurt bestrafte vor allem die zweite schlechte Halbzeit mit dem späten Siegtreffer durch Rafael Czichos (88.).

Durch die beiden Niederlagen in Münster (1:2) und gegen Erfurt verlieren die Schwarz-Gelben langsam den Anschluss an die Aufstiegsränge.

Unschön war nach dem Spiel auch, dass die rund 300 Fans vor dem Stadion eine Rauchbombe nach der nächsten zündete, die Polizei vertärkt anrücken und die Lennéstraße zeitweise gesperrt werden musste.

Das Sportliche

Sylvano Comvalius (Nummer 9) vergab in Hälfte eins die größte Chance.
Sylvano Comvalius (Nummer 9) vergab in Hälfte eins die größte Chance.

Dynamo tat sich in der ersten Halbzeit anfänglich schwer. Erfurt ging aggressiv in die Zweikämpfe, bei den Schwarz-Gelben war zunächst noch vieles Stückwerk.

Mit zunehmender Spieldauer übernahm das Böger-Team jedoch die Kontrolle über die Partie. Erfurt schaffte es gar nicht mehr vor das gegnerische Gehäuse.

Dynamo hätte mindestens mit 2:0 führen müssen. Doch Sylvano Comvalius (26.) vergab eine Großchance. Der straffe Schuss von Quirin Moll (36.) donnerte an den linken Pfosten.

Das rächte sich vor der Halbzeit fast. Denn nachdem Sinan Tekerci und Furhgill Zeldenrust den Errfuter Haris Bukva nicht stoppen konnten, zog der im Sechzehner gefährlich ab. Sein Schuss ging knapp am linken Pfosten vorbei.

Furhgill Zeldenrust (rechts) enttäuschte erneut.
Furhgill Zeldenrust (rechts) enttäuschte erneut.

In der zweiten Hälfte wurde die Qualität der Partie nicht besser.

Spielerisch tat sich Dynamo extrem schwer. Während die Defensive sicher stand und auch die beiden Sechser Cristian Fiel und Quirin Moll ihren Job solide erledigten, fehlten die Offensivakzente.

Vor allem Zeldenrust und Luca Dürholtz enttäuschten erneut. Justin Eilers wirkte in einigen Situationen mehr als unglücklich und konnte sich kaum durchsetzen.

So überraschte es nicht, dass Erfurt die besseren Möglichkeiten hatte. Doch richtig zwingend wurden auch die Rot-Weißen nicht.

In der Schlussphase brachte Böger Neuzugang Robert Andrich für Comvalius (81.). Doch auch er konnte am Ende die Niederlage nicht verhindern. Nachdem Eilers in der 86. Minute noch eine große Möglichkeit vergab, bestrafte Czichos zwei Minuten vor Schluss die schlechte Chancenverwertung der Dresdner.

Ralf Minge während der Partie

Quirin Moll nach der Partie

Das Drumherum

Sportdirektor Ralf Minge auf der Gegentribüne.
Sportdirektor Ralf Minge auf der Gegentribüne.

Rund eineinhalb Stunden vor der Partie hatten sich die ersten Fans vor dem K-Block versammelt. Da einige Unverbesserliche Böller warfen, rückte die Polizei an.

Dabei wurden vor der ersten Halbzeit schon 12 Personalien wegen Pyrotechnik vor dem Stadion aufgenommen. Eine Person wurde festgenommen, gegen sie lag ein Haftbefehl vor.

30 Minuten vor Spielbeginn stimmten die rund 300 Fans dann die gängigen Fan-Lieder an, die auch gut im Stadion zu hören waren.

Bis auf Spieler, Offizielle und Medienvertreter wurde die Öffentlichkeit komplett ausgeschlossen.

Sportdirektor Ralf Minge nutzte die Gelegenheit und suchte sich ein besonderes Plätzchen. Er tigerte auf der Gegentribüne zwischen den Blöcken P, O und N in Reihe eins auf und ab.

Auch nach dem Spiel konnten die Anhänger auf der Lennéstraße das Abbrennen von Pyrotechnik nicht lassen. Die Polizei musste verstärkt eingreifen und die Straße wurde zeitweise gesperrt.

Die Fans zünden Pyro nach dem Spiel

Fotos: dpa


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