Dynamo feiert ersten Auswärtssieg seit 333 Tagen, ganz Dresden atmet durch!

Dresden - "Wir haben lange darauf gewartet, letztes Jahr im Schacht. Ist lange her", atmete Jannis Nikolaou tief durch. Endlich wieder einmal ein Auswärtssieg nach exakt 333 Tagen, seit dem 1. April 2019.

Da hebt er ab! Dynamo-Trainer Markus Kauczinski springt beim Schlusspfiff vor Freude in die Höhe.
Da hebt er ab! Dynamo-Trainer Markus Kauczinski springt beim Schlusspfiff vor Freude in die Höhe.  © picture point/Sven Sonntag

Das 2:1 in Regensburg war enorm wichtig, aufgrund der gewaltigen Leistungssteigerung in der 2. Hälfte auch verdient. Es gibt allerdings auch ein Aber: So wie in Halbzeit eins darf Dresden nie wieder auftreten.

So ehrlich werden die Dynamos mit sich sein. Nur Kevin Broll und der fahrlässigen Chancenverwertung der Regensburger hatte es die SGD zu verdanken, dass es torlos in die Pause ging. "Wenn wir nur die großen Chancen reinmachen, führen wir zur Pause 2:0", ärgerte sich Jahn-Coach Mersad Selimbegovic nach der Partie. Bei Dynamo klappte so gut wie gar nichts, viele Ballverluste, kein Mut, oft wurden die Bälle nur hintenraus geschlagen. Der SSV agierte, Dynamo reagierte.

In der zweiten Hälfte verging den Domspatzen dann aber das Pfeifen. Urplötzlich waren die Schwarz-Gelben da, steckten sogar den Rückstand weg.

"Jetzt erst recht", erklärte Broll, wieso plötzlich die Ärmel hochgekrempelt wurden.

Dynamo Dresden schöpft wieder Hoffnung

Endlich! Fast ein Jahr mussten die Dynamos warten, um mit ihren Fans mal wieder einen Auswärtssieg zu feiern.
Endlich! Fast ein Jahr mussten die Dynamos warten, um mit ihren Fans mal wieder einen Auswärtssieg zu feiern.

"Wir hatten nichts mehr zu verlieren." Angebtrieben von Fighter Patrick Schmidt, dem immer besser werdenden Dzenis Burnic und dem eingewechselte Ondrej Petrak zeigte Dresden die Mentalität, die im Abstiegskampf erforderlich ist. Zwingend!

Da wurde auch Godsway Donyoh besser, der in Durchgang eins gefühlt gar nicht auf dem Platz war. Da traute sich Brian Hamalainen mal energisch über die Mittellinie. Kurz: Es lief - mit den beiden Toren von Schmidt (70.) und Simon Makienok (77.) sogar in die komplett richtige Richtung.

"Die Emotionalität und Leidenschaft haben den Weg gezeigt, wir lassen das ja auch immer wieder aufblitzen, haben auch gegen Darmstadt in Unterzahl anders agiert", lobte Trainer Markus Kauczinski sein Team.

Und: Der Sieg hat dazu geführt, dass Dynamo bis auf drei Punkte an Platz 16 herangerückt ist. Die Hoffnung ist zurück in Elbflorenz.

"Wir brauchen keine Prognosen und Wasserstandsmeldungen. Ich habe immer gesagt, das geht bis zum Schluss. Gestern warst du tot, heute lebst du wieder. Wir waren schon paarmal beerdigt. Im Fußball ist vieles möglich, es verdreht sich noch viel. Es ist noch ein langer Weg. Wichtig ist die Energie, die wir reingelegt haben. Das muss Selbstvertrauen geben", hofft der Coach.

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