Nach Dynamo-Spiel! Haben sie den Bus von St. Pauli attackiert?

Dem Team-Bus wurden die Scheiben vor drei Jahren eingeschmissen.
Dem Team-Bus wurden die Scheiben vor drei Jahren eingeschmissen.

Dresden - Es waren Bilder des Schreckens, die vor drei Jahren bundesweit für Aufsehen sorgten. Nach dem Punktspiel, das Dynamo mit 1:2 gegen St. Pauli verloren hatte, attackierten Fußballchaoten den Mannschaftsbus der Gäste in Dresden.

Am Montag mussten mehrere Pauli-Spieler deshalb vor Gericht auflaufen ...

Es begann der Prozess gegen Mike H. (43) und Ralf R. (30), die mitrandaliert haben sollen, aber bislang schweigen. Der Staatsanwalt wirft ihnen vor, am Straßburger Platz in Dresden den Pauli-Bus mit Flaschen beworfen zu haben. 7424 Euro war der Schaden. Nur durch viel Glück gab es keine Verletzten!

„Erst gab es einen Knall, dann gingen die ersten Scheiben zu Bruch“, sagt Paulis Torwart-Trainer Mathias Hain (44). „Ich habe dann nur noch gesehen, dass wir in Deckung gehen.“

Ralf R. (30, r.) soll die Pauli-Kicker attackiert haben. Die Staatsanwaltschaft wirft Mike H. (43., l.) vor, mitrandaliert zu haben.
Ralf R. (30, r.) soll die Pauli-Kicker attackiert haben. Die Staatsanwaltschaft wirft Mike H. (43., l.) vor, mitrandaliert zu haben.  © Steffen Füssel

Folglich konnte er nicht sehen, wer da konkret den Bus attackierte.

Ähnlich argumentierte der damalige Mittelfeldspieler Florian Kringe (35): „Wir warteten bei Rot. Dann sprang einer über das Geländer und es ging los.“

Da sich die Spieler in Angst auf den Boden zwischen den Busreihen legten, konnte kaum einer die Chaoten genau beobachten.

Auch zwei Ärzte, die zu den anwesenden friedlichen Dynamo-Fans gehörten, konnten nicht sagen, wer da mit Flaschen geworfen hat.

Auf die beiden Angeklagten deuten derzeit allerdings DNA-Proben und abgefangene Nachrichten hin.

Allerdings sollen noch weitere Zeugen aussagen. Der Prozess wird fortgesetzt.

Ex-Mittelfeld-Profi Florian Kringe (35) musste vor den fliegenden Flaschen in Deckung gehen.
Ex-Mittelfeld-Profi Florian Kringe (35) musste vor den fliegenden Flaschen in Deckung gehen.  © Steffen Füssel

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