Wird aus Dynamo-Steinhaus ein Parkplatz?

Das Steinhaus steht im Schatten des Stadions und verfällt immer mehr.
Das Steinhaus steht im Schatten des Stadions und verfällt immer mehr.

Dresden - Es ist das letzte Stück alte Dynamo-Geschichte auf dem Stadiongelände und liegt den Fans der SG Dynamo Dresden besonders am Herzen.

Geht es nach ihnen, soll das alte Steinhaus saniert und als neues Gebäude für die Geschäftsstelle genutzt werden. Doch die Stadionbetreiber sind von den Plänen nicht begeistert.

In den vergangenen Jahren hatten Dynamosfans die Sanierung des Steinhauses immer wieder zum zentralen Thema von Diskussionsrunden und Mitgliederversammlungen gemacht.

Gleichzeitig wurden für die Sanierung knapp 20.000 Euro gesammelt, und die Sachsengarage hatte ein extra Sponsoringkonzept entwickelt, um das Steinhaus zu retten. Dabei ist nochmal der gleiche Betrag zusammengekommen.

Außer der Geschäftsstelle sollen das Dresdner Fußballmuseum und verschiedene Tagungsräume einziehen. Nur dumm, dass Dynamo nicht über das Schicksal des Gebäudes entscheidet.

Das machen die Betreiber "Stadion Dresden Projektgesellschaft" (PG), und die haben offenbar andere Pläne. Wie die Sächsische Zeitung berichtet, untertützt diese Gesellschaft die Sanierungsidee noch nicht.

Es müssten andere Möglichkeiten geprüft werden. Demnach werde darüber nachgedacht, einen Neubau auf den Parkplatz an der Lennéstraße zu bauen.

Dafür müssten Ersatzparkplätze geschaffen werden - etwa durch den Abriss des Steinhauses. An dessen Stelle käme dann der neue Parkplatz.

PG-Chef Axel Eichholtz erklärte gegenüber der SZ, dass er den Neubau an der Lennéstraße favorisiert. Im August werde er sich aber mit Dynamo-Geschäftsführer Robert Schäfer zu Gesprächen über das Steinhaus treffen.

Für Schäfer ist der Abriss keine Option, doch leider kann er darüber nicht entscheiden.

Fotos: Lutz Hentschel


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