Mann wird nach 14 Jahren von schwerem Leiden erlöst

Gurugram (Indien) - Jahrelang musste ein Mann ein Leben voller Qualen erleiden. Jetzt endlich fanden die Ärzte die Ursache und konnten ihn von seinem Leid erlösen.

Eine schwere Erkrankung des Nervensystems löste die unkontrollierten Bewegungen aus (Symbolbild).
Eine schwere Erkrankung des Nervensystems löste die unkontrollierten Bewegungen aus (Symbolbild).  © 123RF Vitaliy Vodolazskyy

Vor 14 Jahren begann die schlimme Krankheit, die den jungen Iraker Saad Harbi Haid Al-Karawi (28) so lange zusetzte.

Eine seltene neurologische Störung (Erkrankung des Nervensystems) namens Dystonie sorgte dafür, dass sich seine Muskeln unkontrolliert zusammenzogen.

Das klingt auf den ersten Blick vielleicht noch gar nicht so dramatisch. Doch bei 28-Jährigen sorgte es dafür, dass er sich ständig unkontrolliert nach hinten beugte und sein Kopf auf äußerst unnatürliche Art und Weise verdreht wurde.

Jeder kann sich vorstellen, welch Frustration und Schmerzen diese Störung hervorgerufen haben muss.

In den letzten drei Jahren war es dann laut "Mirror" so schlimm, dass er nicht mehr laufen konnte und ans Bett gefesselt war.

Glücklicherweise wurde er in das Fortis Memorial Research Institute (FMRI) nach Gurugram in Nordindien gebracht.

Ärzte hatten eine Fehlertoleranz von 0,5 Millimetern

Elektroden im Gehirn sollen bestimmte Bereiche des Gehirns stimulieren. (Symbolbild)
Elektroden im Gehirn sollen bestimmte Bereiche des Gehirns stimulieren. (Symbolbild)  © 123RF Teeradej Srikijvilaikul

Das Ärzteteam von Neurochirurg Dr. Sandeep Vaishya kümmerte sich dort um den jungen Iraker und untersuchte ihn gründlich.

Nachdem die Diagnose Dystonie fest stand, schlugen sie ein riskantes Verfahren zur Besserung vor. Eine bilaterale tiefe Hirnstimulation im Globus Pallidus internus sollte helfen.

Was das bedeutet: In einer knapp zehnstündigen Operation wurden Saad Elektroden tief in sein Gehirn eingepflanzt. Dabei hatten die Ärzte eine Fehlertoleranz von gerade mal 0,5 Millimetern.

Nachdem das erledigt war, wurden alle Elektroden mit einem Implantat in der Brust verbunden: "Das Gerät liefert jetzt eine sorgfältig kontrollierte elektrische Stimulation für bestimmte Bereiche im Gehirn.", so Dr. Vaishya.

Schon eine Woche nach der OP zeigte Saad sichtbare Anzeichen von Besserung.

Inzwischen zittert er nicht mehr und kann selbstständig an Krücken laufen. "Ich bin sehr froh, dass ich mich soweit erholt habe. Ich kann jetzt wie jeder andere gehen und alle normalen Tätigkeiten ausführen."

Hoffentlich zeigt die Kurve der Besserung in den nächsten Wochen weiter so steil nach oben. Zu wünschen wäre es ihm nach all den Jahren des Leidens.

Titelfoto: 123RF Teeradej Srikijvilaikul

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