E-Mobilität: Sachsen braucht noch 800 Lade-Stationen

Ministerpräsident Tillich und
Wirtschaftsminister Dulig (2.v.r.)
ließen sich die E-Golf-Produktion
erklären.
Ministerpräsident Tillich und Wirtschaftsminister Dulig (2.v.r.) ließen sich die E-Golf-Produktion erklären.  © Thomas Türpe

Dresden - Die automobile Zukunft ist elektrisch, steht aber noch am Anfang. Sachsen will ganz vorn mit dabei sein und die Staatsregierung mit gutem Beispiel vorangehen.

Werbewirksam fuhren Ministerpräsident Stanislaw Tillich (58, CDU) und Wirtschaftsminister Martin Dulig (43, SPD) im E-Golf bei der Gläsernen VW-Manufaktur vor. Hier werden seit einem Monat die modernen Elektroautos zusammengebaut.

Tillich auch mit Blick auf Arbeitsplätze: „Wir wollen die Veränderung im Automobilbau aktiv begleiten, Teil dieser Veränderung sein.“ Ein Rahmenkonzept sieht u.a. die Förderung des Ausbaus der Ladeinfrastruktur und eine Erhöhung des Anteils von E-Fahrzeugen im Fuhrpark der Landesverwaltung vor. Konkrete Zielvorgaben gibt es hier aber nicht.

Dulig: „Es geht darum, den Bedarf zu ermitteln und zu verändern.“ Eine politische Zielvorgabe sei kontraproduktiv. „Wir sind am Anfang beim Thema Elektromobilität.“ Er verwies auf die Reichweiten: „Wir regen unsere Behörden an, für Kurzstrecken Elektrofahrzeuge zu nutzen.“ Tillich kündigte Modellprojekte auch auf dem Land an, etwa den Ausbau einer Staatsstraße für E-Autos, die womöglich über spezielle Lademöglichkeiten verfügt.

Laut Wirtschaftsministerium sind sachsenweit 1000 öffentliche Ladepunkte nötig, um eine erste flächendeckende Versorgung zu bieten und damit einen Impuls zum Kauf von E-Autos zu schaffen. Derzeit gibt es 200.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (58, CDU) fuhr im
E-Golf vor der VW-Manufaktur vor: „Berauschend.“
Ministerpräsident Stanislaw Tillich (58, CDU) fuhr im E-Golf vor der VW-Manufaktur vor: „Berauschend.“  © Thomas Türpe

Titelfoto: Thomas Türpe


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0