Nach nur wenigen Monaten: Erfurt verliert seine E-Roller

Erfurt - Eigentlich sollten die orangenen E-Roller, die seit einigen Monaten zum Erfurter Stadtbild gehören, nach der Winterpause wiederkehren. Doch daraus wird nichts werden.

Ex-Innenminister Georg Maier testete die Roller im Sommer noch selber.
Ex-Innenminister Georg Maier testete die Roller im Sommer noch selber.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Wie die Bild berichtet, gehören die Zeiten der E-Roller in Erfurt der Vergangenheit an. Denn der schwedische Betreiber "Voi" wird sich aus der Landeshauptstadt zurückziehen.

Über 100 Roller waren seit dem Frühjahr 2019 in Erfurt im Einsatz, 50.000 Nutzer rollten damit umher und machten die Aktion eigentlich zu einem Erfolgsmodel. Die Schweden siedelten sich sogar mit einer Produktions- und Wartungshalle in Thüringen an.

Doch die Freude hielt nicht wirklich lange an, denn die Polizei gabelte immer wieder betrunkene E-Roller-Fahrer auf, die Zahlen waren so hoch, wie bei betrunkenen Autofahrern. Außerdem wurden die Roller teilweise zerstört oder in die Gera geworfen.

Gemeinsam mit der Stadt sollte in der Winterpause eigentlich ein neues Konzept erarbeitet werden, um weitere Straftaten zu verhindern - doch man konnte sich nicht auf die Rahmenbedingungen einigen.

"Wir sind der Überzeugung, dass unsere E-Scooter sich nicht so optimal, wie wir uns das gewünscht haben, in den Erfurter Verkehrsmix eingefügt haben. In solchen Fragen ist es uns sehr wichtig, dass die E-Scooter eine nachhaltige Ergänzung zu den bestehenden Angeboten darstellen und zum Beispiel in Kombination mit dem ÖPNV verwendet werden und auch in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Kommune", sagte Voi-Deutschland-Chef Claus Unterkircher der Bild.

Nach knapp einem halben Jahr Betriebszeit ist die Ära der Voi-E-Roller in Erfurt also anscheinend für immer beendet.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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