Wird Köln jetzt mit E-Scootern geflutet?

Köln – E-Scooter werden bald auch Köln erobern. Auch wenn die Details der Verleih-Angebote noch unklar sind, sieht sich die Stadt Köln gut vorbereitet.

Die Stadt Köln rechnet nach einer Startphase mit bis zu 2000 Verleih-E-Scootern im Stadtgebiet (Symbolbild).
Die Stadt Köln rechnet nach einer Startphase mit bis zu 2000 Verleih-E-Scootern im Stadtgebiet (Symbolbild).  © DPA

Nach Angaben eines Sprechers der Stadt haben sich bisher zwölf Leihanbieter bei der Stadt Köln gemeldet. Das Interesse sei unterschiedlich groß, von lockerer Anfrage bis hin zu konkreten Gesprächen.

Nach aktuellem Stand rechnet die Stadt mit vier Unternehmen, die in Köln E-Scooter verleihen wollen. Allerdings sei die Marktdynamik sehr groß, sodass es auch zu recht kurzfristigen Einsteigern kommen könnte.

Aufgrund der noch laufenden Planungen der Anbieter liegen noch keine konkreten Zahlen zu den Rollern vor. Die Verwaltung geht aber "nach einer gewissen Startphase" von insgesamt bis 2000 E-Scootern im Stadtgebiet aus. Anfangen wollten die Unternehmen mit wenigen Hundert Tretrollern.

Die Stadt möchte den Betrieb mit einer Qualitätsvereinbarung regeln. Diese wird dem Verkehrsausschuss am kommenden Montag vorgelegt werden. Den E-Roller-Anbietern soll das Agreement zur Unterschrift vorgelegt werden.

Ansonsten sind Tretrollerverleihsysteme genehmigungsfrei. In Köln soll es keine speziell ausgezeichneten Aufstellflächen geben, wohl aber Abstellverbotszonen in der Innenstadt, beispielsweise rund um den Kölner Dom.

Herne ging voran, viele Städte warten noch

Ab dem 15. Juni dürfen E-Scooter mit Betriebserlaubnis und Haftpflichtversicherung benutzt werden (Symbolbild).
Ab dem 15. Juni dürfen E-Scooter mit Betriebserlaubnis und Haftpflichtversicherung benutzt werden (Symbolbild).  © DPA

Die Anbieter für Elektro-Roller stehen auch in vielen anderen deutschen Städten bereits in den Startlöchern. Ab diesem Samstag dürfen die Fahrzeuge genutzt werden, da die Elektrokleinstfahrzeugverordnung in Kraft tritt.

Dann müssen die Unternehmen noch die Betriebserlaubnis für die E-Tretroller beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) beantragen und die Roller mit einer Haftpflichtversicherung ausstatten.

"Wir sind startklar für unsere Städte in NRW, warten aber auf die entsprechende Genehmigung des Kraftfahrt-Bundesamtes", sagte ein Sprecher des Anbieters "Tier". Der Behörde beziffert die Bearbeitungszeit auf etwa zwei Wochen.

In Herne rollen aufgrund einer Sondergenehmigung bereits Leih-Scooter durch die Stadt. Wer sich in anderen NRW-Städten so ein Fahrzeug ausleihen will, muss sich noch etwas in Geduld üben.

Der Bundesrat hatte im Mai den Weg für eine Zulassung von E-Scootern mit einer Geschwindigkeit von maximal 20 km/h freigemacht. Die Fahrer müssen dabei mindestens 14 Jahre alt sein und müssen Radwege oder die Straße nutzen. Gehwege sind für die Elektro-Roller tabu.

Anfang Juni startete der erste Elektro-Roller-Anbieter in Herne.
Anfang Juni startete der erste Elektro-Roller-Anbieter in Herne.  © DPA

Titelfoto: Bild-Montage dpa/dpa

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