Besoffen E-Scooter fahren ist keine gute Idee!

Köln/Düsseldorf - Viele E-Roller-Fahrer riskieren in Nordrhein-Westfalen ihren Führerschein, weil sie angetrunken fahren.

Viele E-Roller-Fahrer riskieren in Nordrhein-Westfalen ihren Führerschein, weil sie angetrunken fahren.
Viele E-Roller-Fahrer riskieren in Nordrhein-Westfalen ihren Führerschein, weil sie angetrunken fahren.  © Martin Gerten/dpa

Allein in der größten NRW-Stadt Köln wurden zwischen Mitte Juni und Ende November vergangenen Jahres 111 Fahrer von E-Scootern derart alkoholisiert erwischt, dass sie sich im Bereich einer Straftat befanden - etwa mit mehr als 1,1 Promille Alkohol oder sichtbaren Ausfallerscheinungen.

Damit droht ihnen grundsätzlich der Führerscheinentzug, berichtete die Polizei auf Anfrage.

Für E-Scooter gelten die gleichen Promillegrenzen wie beim Autofahren, warnt die nordrhein-westfälische Polizei nun in einem Flyer.

Landesweite Zahlen zu "Trunkenheitsfahrten mit Elektrokleinstfahrzeugen", wie es im Behördendeutsch heißt, lägen noch nicht vor, teilte das Landespolizeiamt in Duisburg auf Anfrage mit.

Die Polizei halte auch nicht nach, wer letztendlich tatsächlich seinen Führerschein verliert.

Besser nur nüchtern E-Scooter fahren

Wer besoffen E-Scooter fährt, riskiert seine Gesundheit, hohe Strafen und Führerscheinentzug.
Wer besoffen E-Scooter fährt, riskiert seine Gesundheit, hohe Strafen und Führerscheinentzug.  © Oliver Berg/dpa

Inzwischen haben die ersten Fälle aber die Justiz erreicht.

So steht am kommenden Dienstag ein 36-jähriger Mann aus der Eifel in Düsseldorf vor dem Amtsgericht.

Er war laut Anklage im vergangenen August in der Landeshauptstadt mit 1,26 Promille Alkohol im Blut erwischt worden.

Das Amtsgericht hatte auf Antrag der Staatsanwaltschaft daraufhin einen Strafbefehl wegen vorsätzlicher Trunkenheit im Verkehr in Höhe von 1600 Euro verhängt und eine elfmonatige Führerscheinsperre angeordnet.

Dagegen hatte der 36-Jährige Einspruch eingelegt, so dass der Fall nun vor Gericht verhandelt werden muss.

Titelfoto: Martin Gerten/dpa

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