Berliner Polizei zieht erstes "E-Scooter"-Fazit und appelliert an Fahrer: "Keine Kinderspielzeuge!"

Berlin - Nach der Zulassung der neuen E-Tretroller auf deutschen Straßen hat die Berliner Polizei bereits eine Reihe von Verstößen im Straßenverkehr festgestellt und mehrere Unfälle aufgenommen.

E-Scooter sind seit zwei Wochen in Berlin zugelassen.
E-Scooter sind seit zwei Wochen in Berlin zugelassen.  © DPA

In einer ersten kurzen Bilanz appellierte die Polizei am Dienstag "ausdrücklich" an die Fahrer, sich vor dem Start in den Berliner Straßenverkehr mit dem Roller vertraut zu machen.

In den ersten beiden Wochen seit der Zulassung der sogenannten E-Scooter seien acht Verkehrsstraftaten bekannt geworden, so die Polizei.

In fünf Fällen waren die Fahrer angetrunken oder betrunken, in zwei dieser Fälle gab es außerdem einen Unfall, bei dem die Fahrer leicht verletzt wurden. Drei weitere E-Scooter waren nicht versichert. Wie viele Verstöße gegen das Verbot zur Gehwegnutzung festgestellt wurden, war noch nicht bekannt.

Die Polizei stellte fünf weitere Verkehrsunfälle mit E-Scootern fest, die alle von den Fahrern verursacht wurden. Vier Mal verletzte sich der Fahrer, zwei Mal schwer. Bei einem Unfall mit einer Straßenbahn entstand lediglich Sachschaden.

Die beiden Fälle mit den schweren Verletzungen ereigneten sich am vergangenen Donnerstag und waren bereits bekannt. Einmal war eine 26-jährige Touristin in der Friedrichstraße in Mitte gegen einen Lastwagen gefahren und hatte sich das Schienbein gebrochen. Dann war eine 33-jährige Frau in Friedrichshain gegen ein geparktes Auto gestoßen. Sie stürzte, wurde von einem Kleintransporter überrollt und erlitt mehrere Knochenbrüche.

Die Polizei betonte: "Die neuen E-Scooter sind keine Kinderspielzeuge, sondern Kraftfahrzeuge." Es gelten die gleichen Promillegrenzen beim Alkohol wie beim Autofahren. Auch wenn es keine Helmpflicht gebe, "wird das Tragen dringend empfohlen".

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