Mit dieser Airline fliegt man ab sofort klimaneutral

Luton (Großbritannien) - Die Billigfluggesellschaft Easyjet kompensiert seit dem gestrigen Dienstag den CO2-Ausstoß aller Flüge. Das lässt sie sich etwas kosten.

Eine Easyjet-Maschine startet am Flughafen Amsterdam-Schiphol (Symbolbild).
Eine Easyjet-Maschine startet am Flughafen Amsterdam-Schiphol (Symbolbild).  © 123RF/funlovingvolvo

Jeder Fluggast unabhängig vom gebuchten Tarif auf jedem Flug, den Easyjet durchführt, soll von nun an CO2-neutral unterwegs sein. Man muss nicht einmal eine besondere Buchungsoption wählen, der eigene Flug wird immer CO2-neutral sein.

"Der Klimawandel ist für uns alle ein Thema", erklärte Johan Lundgren, Easyjet-Geschäftsführer, in einer Mitteilung.

"Bei Easyjet begegnen wir dieser Herausforderung mit der Entscheidung, die Kohlenstoffemissionen aus dem Treibstoff, der für alle unsere Flüge ab heute verwendet wird, auszugleichen."

Dafür sollen zwei Systeme angewendet werden, die die höchsten Verifizierungsstandards in Großbritannien besitzen. Das heißt, das dort wirklich sichergegangen wird, dass das Geld da ankommt, wo es auch hingehen soll.

Easyjet will die Wälder in Südamerika und Afrika schützen und aufforsten, Solarenergie in Indien finanzieren sowie in Uganda und Eritrea den Zugang zu sauberem Wasser vorantreiben.

Über 29,1 Millionen Euro investiert die Airline in die Kompensierung von Co2-Ausstößen laut einem aerotelegraph-Bericht.

Neue Elektro-Flugzeuge in Entwicklung

Easyjet-Geschäftsführer Johan Lundgren am Flughafen Berlin Tegel.
Easyjet-Geschäftsführer Johan Lundgren am Flughafen Berlin Tegel.  © dpa/Jörg Carstensen

Die britische Fluggesellschaft arbeitet weiterhin seit zwei Jahren daran, ein rein elektrisch betriebenes Flugzeug zu entwickeln.

Dafür wurde die Zusammenarbeit mit Airbus weiter vertieft. Auch will die Airline in Zukunft die Entwicklung von Technologien unterstützen, die Hybrid- und Elektroflugzeuge ermöglichen könnten.

Und damit noch nicht genug: Die rasche Reduzierung des Abfall- und Einweg-Kunststoffverbrauchs im Unternehmen und in der Lieferkette soll weiter vorangetrieben werden.

"Die Menschen haben die Wahl, wie sie reisen möchten und sie denken jetzt mehr über die möglichen CO2-Auswirkungen der verschiedenen Verkehrsmittel nach", sagt Easyjet-Chef Lundgren.

"Aber viele Menschen möchten immer noch fliegen. Und wenn sich die Menschen für das Fliegen entscheiden, möchten wir eine der besten Entscheidungen sein, die sie treffen können."

Lundgren sieht die Verantwortung deshalb jetzt bei den jeweils zuständigen Regierungen ihrer Destinationen.

"Bemühungen zur Reduktion des CO2-Ausstoßes im Luftverkehr sollten unterstützt werden. Dafür ist eine Reform der Besteuerung von Flugtickets notwendig", so Lundgren. "Frühförderer wie Easyjet sollten nicht bestraft werden."

Titelfoto: 123RF/funlovingvolvo

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