Neue Umgebinde-Straße soll Touristen anlocken

Wie hier in Großschönau gibt es noch rund 6000 Umgebindehäuser in der 
Oberlausitz.
Wie hier in Großschönau gibt es noch rund 6000 Umgebindehäuser in der Oberlausitz.  © Petra Hornig

Ebersbach-Neugersdorf - Ob Wein-, Burgen- oder Alpenstraße, das Ferienstraßennetz in Deutschland ist vielfältig. Und schon bald kommt eine neue dazu: In der Oberlausitz entsteht gerade eine Umgebindehausstraße. Die soll Touristen locken und den ein oder anderen auch zum Bleiben bewegen.

„Seit Anfang 2016 arbeiten wir daran, diese regionale Straße aufzubauen“, sagt Stefan Halang (31), städtischer Wirtschaftsförderer in Ebersbach-Neugersdorf.

„Gemeinsam mit den Partnergemeinden wurde ein 112 Kilometer langer Rundkurs zusammengestellt.“ Die sächsische Umgebindestraße ist somit die kürzeste der insgesamt sieben Themenstraßen in Deutschland.

Sie verbindet die Orte Ebersbach-Neugersdorf, Seifhennersdorf, Großschönau, Mittelherwigsdorf, Oderwitz, Herrnhut und Kottmar. „Rund 6000 Umgebindehäuser gibt‘s in der Oberlausitz, etwa 19.000 in der Region, wenn man Polen und Tschechien einbezieht.“

Im kommenden Frühjahr soll die Route komplett ausgeschildert sein. „Klar, wir hoffen natürlich, damit mehr und neue Touristen in unsere Gegend zu locken“, sagt Halang.

„Vor allem aber wollen wir junge Leute für den Baustil begeistern und erreichen, dass mancher so ein Haus vor dem Verfall rettet und sich hier niederlässt. Das wäre der Idealfall.“

Stefan Halang (31) ist der 
Sprecher der sieben beteiligten Gemeinden.
Stefan Halang (31) ist der Sprecher der sieben beteiligten Gemeinden.  © Petra Hornig

Titelfoto: Petra Hornig


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