Angstort Ebertplatz: Stadt Köln will stillgelegte Rolltreppen mit Kunst aufwerten

Köln - Der Kölner Ebertplatz an der Eigelstein-Torburg gilt als riskantes Pflaster, Drogenumschlagplatz und Beton-Wüste. Die Stadt Köln will den Platz jetzt durch Kunst aufwerten.

Die Rolltreppen am Ebertplatz sind seit 2004 stillgelegt.
Die Rolltreppen am Ebertplatz sind seit 2004 stillgelegt.  © DPA

Für die Polizei ist der Ebertplatz wie der Kölner Neumarkt ein Brennpunkt für den Drogenhandel. Optisch wirkt der Platz aufgrund der Beton-Gestaltung besonders trist.

Sechs Rolltreppen, die zur U-Bahn in die Unterebene führen, stehen seit 2004 ständig still. Dafür bewegt sich die Kriminalitätsstatistik für den Ebertplatz auf hohem Niveau.

2016 wurden rund 800 Straftaten gemeldet, davon etwa 300 zum Thema Rauschgift. 2017 waren es etwa 1000 Straftaten, darunter rund 500 Rauschgiftdelikte.

Bevor der Platz durch die Stadt möglicherweise ab 2020 großflächig umgebaut wird, ruft das Kulturamt im Namen der Stadtverwaltung jetzt ein Kunstprojekt am Ebertplatz aus.

Die Idee: Befristete Kunstinstallationen sollen die stillgelegten Rolltreppen zwischen Juli 2018 und Juli 2020 aufwerten. Pro Rolltreppe stehen dafür maximal 12.000 Euro zur Verfügung.

"Besonderes Gewicht bei der Auswahl haben innovative, überraschende, für alle Altersstufen verständliche Konzepte oder Gestaltungen", hieß es am Freitag (Weitere Informationen zur Ausschreibung) seitens der Stadtverwaltung.

Die Ausschreibung richtet sich an Künstler, Designer und Architekten, die bereits Projekte im öffentlichen Raum ausgestellt haben. Eine Jury soll im Juli über die Bewerbungen entscheiden.

In den Abend- und Nachstunden ist die Gegend gefährlich.
In den Abend- und Nachstunden ist die Gegend gefährlich.  © DPA
Tagsüber nur trist, nachts ein gefährlicher Ort und Treffpunkt für Drogenhändler.
Tagsüber nur trist, nachts ein gefährlicher Ort und Treffpunkt für Drogenhändler.  © DPA

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