Echt für die Tonne: So hoch sind unsere Müllkosten in Deutschland

Berlin - Teure Haushaltskosten für deutsche Bürger: Mülltonne, Müllabfuhr & Co. - alles kostet! Das ist grundsätzlich natürlich nötig, doch sind die Entsorgungskosten in Deutschland je nach Wohnort so unterschiedlich, dass sich viele Bürger ungerecht behandelt fühlen.

Wer in Bergisch-Gladbach wohnt, wird richtig zur Kasse gebeten für die Abfallgebühren.
Wer in Bergisch-Gladbach wohnt, wird richtig zur Kasse gebeten für die Abfallgebühren.  © DPA

Die Deutsche Presseagentur berichtet, dass der Eigentümerverband Haus und Grund zum zweiten Mal die Höhe der Müllkosten, die in den Großstädten Deutschlands gestemmt werden müssen, verglichen hat. Als Berechnungsgrundlage wurde eine durchschnittliche Familie mit zwei Kindern in einem Einfamilienhaus genommen.

Das Ergebnis ist ernüchternd:

Die Spanne in den untersuchten Städten (die 100 größten Städte Deutschlands) für die entstehenden Entsorgungskosten pro Haushalt ist extrem breit. Während ein Haushalt in Flensburg für die Müllabfuhr etwa 120 Euro pro Jahr zahlt, muss ein Haushalt in Leverkusen über 770 Euro bezahlen!

Diese großen Unterschiede sind wirklich krass und sorgen dafür, dass viele Bürger sauer sind. Doch die haben keine andere Chance, als die teilweise horrenden Kosten zu tragen, denn über die Abfallkosten entscheiden die Kommunen.

Hier kannst du besonders billig wohnen

Haus und Grund hat eine Rangliste für die untersuchten Städte erstellt. Am günstigsten sind die Müllkosten in Flensburg, Nürnberg und Magdeburg. Richtig tief in die Tasche greifen müssen Menschen, die in Bergisch-Gladbach, Moers oder Leverkusen wohnen.

Kai Warnecke von Haus und Grund betont, er möchte keine Stadt an den Pranger stellen, wolle aber dafür sorgen, dass die Müllkosten in Deutschland transparenter gehandhabt werden.

Zudem könne man mit einer flexibleren Preisgestaltung dafür sorgen, dass der Bürger auf Dauer etwas entlastet wird in puncto Entsorgungskosten.


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