Weniger Plastik: Edeka schockt mit neuem Werbe-Film

Hamburg - Edeka ist für seine provokanten Werbe-Videos bekannt. Unvergessen ist der rührende Weihnachtsclip eines Großvaters, der an Heiligabend seine ganze Familie um sich haben möchte. Nun hat der Lebensmittelkonzern erneut zugeschlagen.

Ein Arzt hält das Kind nach der Geburt in Plastik eingehüllt vor die Eltern.
Ein Arzt hält das Kind nach der Geburt in Plastik eingehüllt vor die Eltern.  © Screenshot/Youtube/Edeka

Dieses Mal steht die Vermeidung von Plastikmüll im Mittelpunkt. Künftig sollen Gurken "nackt" in den Regalen liegen. Gleiches gilt für Tomaten, die lose oder in Kartonschalen ausliegen sollen.

Das Hamburger Unternehmen zeigt dies in ihrem Clip auf drastische Art und Weise.

Eine schwangere Frau wird mit Wehen in eine Klinik eingeliefert. Kurze Zeit später erblickt ein Kind das Licht der Welt.

Ein Arzt hält den schreienden Nachkömmling in seinen Händen, den Eltern steht der Schock allerdings ins Gesicht geschrieben. Ihr Kind kam in Plastik eingewickelt auf die Welt.

Zum Glück war dies nur ein Albtraum der Mutter. Sie liegt mit ihrem Sohn auf dem Sofa, während der Mann nebenan in der Küche steht und Paprika aus einer Plastikverpackung versucht herauszuholen.

Mit der Kampagne weist das Unternehmen auf den neuerlichen Verzicht von Plastikverpackung hin. Edeka will künftig rund 94 Tonnen Plastik pro Jahr einsparen.

Die Eltern gucken erschrocken ihr Kind an.
Die Eltern gucken erschrocken ihr Kind an.  © Screenshot/Youtube/Edeka

"Wir setzen an drei Hebeln an: Da wo es möglich ist, verzichten wir auf Plastik. Gleichzeitig fördern wir Mehrweglösungen und erhöhen drittens den Anteil an recycelten Materialien", erklärte der Vorstandsvorsitzende Markus Mosa dem Portal w&v.

Im Mai wurde bei einem Marktcheck durch die Verbraucherzentrale bei Edeka bereits die geringste Plastikquote in den Obst- und Gemüseregalen festgestellt.

Bisher käme der Lebensmittelkonzern in mehr als die Hälfte der Fälle ohne Folien aus. Diese Quote soll noch weiter sinken.

Im Fall der Rispentomaten wollen Edeka und Discount-Tochter Netto, das ab Mitte September auf die Folie verzichten will, um die 80 Tonnen Plastik einsparen, zusammen rund 7,6 Millionen Plastik- durch Pappkartonschalen ersetzten.

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