Ein Jahr danach: Wie gut läuft die Ehe für alle?

Berlin - Seit dem 1. Oktober 2017 besteht nun die Gesetzesänderung (TAG24 berichtete über den Beschluss im Bundestag), die auch Schwule und Lesben die Ehe erlaubt. Doch wie gut kommt diese an?

392 gleichgeschlechtliche Paare ließen sich im letzten Jahr allein in Leipzig trauen. (Symbolbild)
392 gleichgeschlechtliche Paare ließen sich im letzten Jahr allein in Leipzig trauen. (Symbolbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Im ersten Jahr nach Einführung der Ehe für alle haben Tausende Schwule und Lesben in Deutschland geheiratet.

Den Anfang machten die Berliner Bodo Mende und Karl Kreile, die in die Geschichte eingingen als das erste gleichgeschlechtliche Ehepaar Deutschlands.

Mindestens 10.000 gleichgeschlechtliche Ehen wurden seit dem geschlossen, wie eine bundesweite Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei Standesämtern ergab.

Detaillierte bundesweite Zahlen werden vom Statistischen Bundesamt bisher nicht erhoben, doch die Resonanz ist groß. "Die Ehe für alle war ein wichtiger Schritt für ein gerechteres und offeneres Deutschland", sagte Markus Ulrich, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), anlässlich des einjährigen Jubiläums.

In mehr als zwei Dritteln aller Fälle ließen Paare ihre teils sehr lange bestehenden eingetragenen Lebenspartnerschaften in Ehen umwandeln. Auch die Umwandlungen der Partnerschaften werden in den Standesämtern mit einer feierlichen Zeremonie begangen.

Viele Behörden sprachen von einem großen Andrang kurz nach der Gesetzesänderung. Inzwischen liegt der Anteil der gleichgeschlechtlichen Ja-Wörter an allen Eheschließungen in vielen großen Städten bei mehr als 10 Prozent.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa


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