Das hält Cartoonist Ralph Ruthe von der Homo-Ehe

Für Ralph Ruthe spricht nichts gegen die Homo-Ehe. Er befürwortet, dass gleichgeschlechtliche Paare endlich in Deutschland heiraten dürfen.
Für Ralph Ruthe spricht nichts gegen die Homo-Ehe. Er befürwortet, dass gleichgeschlechtliche Paare endlich in Deutschland heiraten dürfen.  © DPA

Bielefeld - Am Freitag stimmte der Bundestag mit einer großen Mehrheit für die Ehe für alle. Ein Thema, das in den vergangenen Tagen viel diskutiert wurde. Auch der Bielefelder Cartoonist Ralph Ruthe teilte seine Meinung zur Homo-Ehe mit.

Der 45-Jährige ist zwar einerseits deutschlandweit für seine lustigen und satirischen Cartoons bekannt, schreckt aber auch nicht davor zurück, politische und umstrittene Themen offen anzusprechen. Deshalb verwundert es nicht, dass er auch dieses Mal seinen Senf dazugibt.

Via Facebook-Post bezog er Stellung. Mit "10 Gedanken zur EHE FÜR ALLE" überschrieb er seinen Beitrag. Auch ein nett gemeinter Hinweis an alle, die nicht an seinen Gedanken interessiert sind, den Text dann einfach zu ignorieren, fehlte nicht.

Und schon im ersten Punkt wird klar, wie der Cartoonist zu dem Thema steht: "Niemandem wird etwas weg genommen - Gerechtigkeit wird nicht weniger, wenn man davon etwas abgibt. Gerechtigkeit ist nicht Marmorkuchen. Es geht darum, dass Menschen sich wie Menschen fühlen dürfen - nicht wie Menschen zweiter Klasse."

Mit Regenbogen-Konfetti feierten die Abgeordneten von Bündnis 90/Die Grüne die Entscheidung im Bundestag.
Mit Regenbogen-Konfetti feierten die Abgeordneten von Bündnis 90/Die Grüne die Entscheidung im Bundestag.  © DPA

Viele Kritiker verwiesen im Vorfeld der Abstimmung auf die Bibel und dass dort die Ehe zwischen Gleichgeschlechtlichen nicht vorgesehen wäre. Auch dagegen hat Ruthe Argumente: "GERADE, wenn du gläubig bist, solltest du dich darüber freuen. [...]

Ich habe keinen Respekt vor der Haltung von Menschen, die wegen 'christlicher Gefühle' anderen Menschen Rechte absprechen wollen. Es ist egal, aus welchen fadenscheinigen Gründen man anderen etwas nicht gönnt, es ist und bleibt Missgunst."

Auf andere kritische Äußerungen hat er ebenfalls eine Antwort. "'Na, toll. Und demnächst darf dann jeder seinen Toaster oder sein Chamäleon heiraten, oder was?.'

Ja, klar. Und als Frauen vor 100 Jahren das Wahlrecht zugesprochen wurde, hättest du vermutlich auch gefragt, ob demnächst Yucca-Palmen ihre Stimme abgeben dürfen. Denk nach. Denk bitte bitte einfach nach!"

Der 45-Jährige geht davon aus, dass alle auf lange Sicht "den positiven Effekt erleben" werden, den die Ehe für alle mit sich bringt. Außerdem bezeichnet er es als "peinlich", "Dass es ein Vierteljahrhundert gedauert hat, bis wir an diesen Punkt gekommen sind".

Natürlich kann Ralph Ruthe nicht ganz ohne Humor an die Sache herangehen. Auf Twitter haute er diese lustig gemeinten Tweets nach:

Titelfoto: DPA


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