Snowboarder kommt von der Piste ab: Survival-Trick aus dem TV rettet sein Leben

Eibelstadt/Zell am See - Ein verhängnisvoller Windstoß bedeutete für Leon Bareither (23) eine stundenlange Irr-Wanderung durch die österreichischen Schneemassen und eine Nacht in klirrender Kälte. So überlebte er dieses Horror-Szenario und konnte letztlich gerettet werden.

Ein starker Windstoß brachte den 23-Jährigen von der Piste ab. Von da an nahm das Horror-Erlebnis seinen Lauf (Symbolbild).
Ein starker Windstoß brachte den 23-Jährigen von der Piste ab. Von da an nahm das Horror-Erlebnis seinen Lauf (Symbolbild).  © 123RF

Am Samstagmittag (5. Januar) verbrachte Bareither den letzten Urlaubstag in Zell am See (Österreich) getrennt von seinen Freunden, die auf der Ski-Piste unterwegs waren - wie auch an den Tagen zuvor, da der 23-Jährige als einziger mit dem Snowboard unterwegs war.

Nachdem er von der Piste abgekommen war, trabte der junge Mann stundenlang durch das wilde Schneetreiben und versuchte sich einen Weg zurück in bewohntes Gebiet zu bahnen. Doch selbst sein Versuch, sich währenddessen am Flusslauf im Tal zu orientieren, scheiterte - die Nacht brach allmählich herein.

Bareither wurde klar, dass er sich für die Nacht eine Unterkunft suchen musste. Diese fand er schließlich in Form einer Höhle, wie er der Mainpost im Interview verriet: "Der Platz war geschützt durch einen Felsvorsprung und einen umgestürzten Baum, darum lag auch kein Schnee auf dem Boden".

Von seinen Freunden wurde er erst spät am Abend als vermisst gemeldet, da erst nach Verlassen der Piste klar wurde, dass der 23-Jährige Snowboarder nicht zur Gruppe zurückgekehrt war.

Auch die Mutter des Vermissten wurde informiert. Diese brach umgehend den eigenen Urlaub ab, um möglichst nah bei ihrem Sohn zu sein.

TV-Trick aus Survival-Serie rettete vermutlich Bareithers Leben

Erst nach einer Nacht in der Kälte wurde der 23-Jährige gerettet (Symbolbild).
Erst nach einer Nacht in der Kälte wurde der 23-Jährige gerettet (Symbolbild).  © 123RF

Doch vorerst blieb ihr Sohn trotz sofortiger Suchmaßnahmen verschwunden. Und das obwohl er seine potentiellen Retter wahrgenommen hatte: "Ich habe laut um Hilfe gerufen, aber die Retter haben mich wohl nicht gehört."

Und doch hatte er Glück im Unglück: In der Nacht auf Sonntag (7. Januar) herrschten "nur" Minus 2 Grad Celsius, an Schlaf war für den jungen Mann trotzdem nicht zu denken.

Viel eher machten sich Gedanken an den möglichen Tod in seinem Kopf breit: "Da sind mir schon Gedanken an den Tod gekommen", so Bareither weiter.

Letztlich überstand er die Nacht aber wohl auch aufgrund eines kleinen Kniffs aus der US-Serie des Survival-Experten Bear Grylls. "Der hat mal gezeigt, dass Erde gut Feuchtigkeit aufsaugt. Also habe ich einen Teil meiner Kleidung ausgezogen und die kalten Stellen am Körper mit Erde abgerieben", erklärte Bareither der Mainpost.

Am nächsten Tag wurde er bei der Fortsetzung seines Weges in die Rettung von einem Seilbahn-Mitarbeiter entdeckt und schließlich geborgen. Und die Moral von der Geschicht'? Fernsehen schauen ist so dumm manchmal nicht!


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