Nach Sturz aus Ski-Lift: Betreiber hält Nachrüstung für nicht nötig

Eibenstock - Vergangenen Sonntag erschütterte ein Horrorunfall Eibenstock. Dort war ein 6-jähriges Mädchen aus einem Lift gefallen und hatte sich dabei schwer verletzt.

Der Unfall passierte an einem Lift in der Skiarena Eibenstock.
Der Unfall passierte an einem Lift in der Skiarena Eibenstock.  © Niko Mutschmann

Die Sesselbahn in Eibenstock ist technisch gesehen kindersicher, deshalb sieht der Betreiber keinen Grund für eine Nachrüstung.

Trotzdem passierte der tragische Unfall vor knapp einer Woche. Ein 6-jähriges Mädchen saß zusammen mit einer Siebenjährigen in dem Lift. Etwa 100 Meter nach dem Einstieg rutschte sie bei geschlossenem Steigbügel aus dem Lift und stürzte acht Meter in die Tiefe. Sie wurde schwer verletzt und kam per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus.

Mittlerweile soll es dem Kind gut gehen, sagt Stefan Uhlmann, Betreiber der Skiarena Eibenstock gegenüber der Freien Presse. Er stehe mit den Eltern in Kontakt.

Tüv und die Sesselliftbehörde Sachsen stellten nach dem Unfall keinen technischen Mangel an der Anlage fest. Warum das Mädchen aus dem Lift rutschen konnte, das kann sich Stefan Uhlmann nicht erklären. Er sieht demnach auch keinen Grund für Nachrüstungen, wie zusätzliche Sicherheitsgurte. Der Betreiber ist überzeugt, dass die Bahn eine der sichersten ihrer Art ist.

Laut dem Branchenverband O.I.T.A.F. (Organizzazione Internationale Trasporti a Fune, zu deutsch: Internationale Organisation für das Seilbahnwesen) sind generell die jeweiligen Aufsichtspersonen, also etwa die Eltern, verantwortlich dafür, dass die Kinder die Regeln einhalten. Trotz allem liegt auch beim Personal der Anlage eine Kontrollpflicht.

Das Mädchen stürzte etwa acht bis neun Meter aus dem Lift in die Tiefe.
Das Mädchen stürzte etwa acht bis neun Meter aus dem Lift in die Tiefe.  © André März

Titelfoto: André März

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