Verlassener Unfallwagen gibt Rätsel auf: Dann erscheinen drei völlig verdreckte Teenager

Eichenzell - Ein verlassener Unfallwagen auf der Autobahn sorgte in der Nacht zu Sonntag für Verwirrung.

Das Auto wurde einfach auf der Autobahn stehen gelassen (Symbolfoto).
Das Auto wurde einfach auf der Autobahn stehen gelassen (Symbolfoto).  © 123rf/Joerg Huettenhoelscher

Das Fahrzeug stand auf der A66 am Dreieck Fulda in Richtung Norden auf der linken Fahrspur – ein Fahrer oder etwaige Insassen waren nicht auszumachen, berichtete die Polizei.

Nach ersten Erkenntnissen hatte der Fahrer wohl auf regennasser Fahrbahn die Kontrolle über das Auto verloren und war quer über mehrere Fahrstreifen gegen die gegenüberliegende Betonschutzwand geschlittert. Auffällig dabei: Neben den Trümmerteilen war die Fahrbahn übersät mit Pommes- und Burgerresten!

Auch im Unfallwagen entdeckten die Beamten Fastfood-Tüten. Dazu fanden sie zwei Handys.

Anrufe in Krankenhäusern gaben zunächst keinen Aufschluss. 1,5 Stunden später meldete sich schließlich eine Jugendliche bei bei der Rettungsleitstelle und berichtete von einem Unfall, wegen dem sie und zwei andere nun ins Krankenhaus müssten.

In der Notaufnahme wartete dann bereits eine Streife auf die drei völlig verdreckten und durchnässten Jugendlichen, die alle erst 15 Jahre alt waren.

Das ist passiert

Im Laufe der Ermittlungen kam raus: Einer der Teenager hatte bereits vor mehreren Wochen den Autoschlüssel seines Bruders stibitzt und wollte nun mit zwei Freunden eine Spritztour unternehmen. Da seine Fahrkünste jedoch zu wünschen übrig ließen, war diese nur von kurzer Dauer.

Nach dem Crash floh die Gruppe zu Fuß vom Unfallort und machte sich auf dem Weg ins Krankenhaus.

Den jungen Fahrer erwartet laut Polizei eine Anzeige "wegen unbefugten Gebrauchs eines Kraftfahrzeugs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Unfallflucht, nicht Absichern eines liegengebliebenen Fahrzeugs und fahrlässige Körperverletzung."

Titelfoto: 123rf/Joerg Huettenhoelscher

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