Vögeln für den Stadthaushalt? Gemeinde debattiert über Sex-Steuer

Eine Prostituierte präsentiert sich in einem Saunaclub in Eichenzell (Archivbild).
Eine Prostituierte präsentiert sich in einem Saunaclub in Eichenzell (Archivbild).  © dpa/Boris Roessler

Eichenzell - Die kleine Gemeinde hat knapp mehr als 11.000 Einwohner und betroffen wäre voraussichtlich nur ein einziger Betrieb: In Eichenzell bei Fulda ist die Debatte über die Einführung einer Sex-Steuer entbrannt.

Am Donnerstagabend will die Gemeindevertretung der kleinen Ortschaft nahe Fulda über die Einführung einer Rotlicht-Abgabe diskutieren, berichtet Hessenschau.de. Die Idee stammt von der SPD im Eichenzeller Gemeindeparlament.

"Einrichtungen zur Einräumung der Gelegenheit zu sexuellen Vergnügen" sollen von der "Vergnügungssteuer besonderer Art" ebenso betroffen sein wie Sexual-, Porno-, Striptease-, Peepshow- und Tabledancevorführungen, schreibt die SPD Eichenzell auf Facebook. Die Genossen stellen sich eine Steuer in Höhe von drei Euro je "angefangene zehn Quadratmeter der errechneten Gesamtfläche pro Veranstaltungstag" vor.

Das Kuriose: Betroffen wäre von dieser Sex-Steuer nur ein einziger Betrieb: Ein Saunaclub im Gewerbegebiet der Gemeinde, schreibt Hessenschau.de. Der parteilose Bürgermeister Dieter Kolb sieht die Einführung der Steuer darum angeblich kritisch.

Am Donnerstagabend wird das Gemeindeparlament darüber debattieren.

Titelfoto: dpa/Boris Roessler


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