Weil sich ein Mann beschwerte: Stadt stellt pinke Schilder für Frauenparkplätze auf

Eichstätt - In Eichstätt hängen neue Schilder für Frauenparkplätze - in knalligem Pink. Damit reagiert die Stadt auf die Klage eines Mannes.

In Eichstätt werden Schilder für "Frauenparkplätze" neu gestaltet. (Archivbild)
In Eichstätt werden Schilder für "Frauenparkplätze" neu gestaltet. (Archivbild)  © DPA

Die Stadt folgt damit der Empfehlung des Münchner Verwaltungsgerichts, die alten blauen Schilder durch neue, weniger amtlich wirkende, zu ersetzen.

Mit den pinken Hinweiszeichen und dem dem Zusatz "bitte freihalten" will die Stadt deutlich machen, dass es sich bei den Frauenparkplätzen lediglich um eine Empfehlung handelt - also auch Männer ohne Konsequenzen auf den gekennzeichneten Plätzen parken dürfen.

"Wir hoffen natürlich trotzdem, dass sich alle Verkehrsteilnehmer daran halten", sagte ein Sprecher der Stadt am Donnerstag.

Hintergrund war die Klage eines Jurastudenten aus dem Rheinland (TAG24 berichtete). Der 26-Jährige war zu Besuch in Eichstätt, fühlte sich von den Frauenparkplätzen dort diskriminiert und zog vor Gericht.

Die Münchner Richter beschäftigten sich Ende Januar aber lediglich mit der Ausgestaltung der Schilder - die Frage der Diskriminierung blieb unbeantwortet.

Der 26-jährige Dominik Bayer aus dem Rheinland, der sich bei einem Besuch in Eichstätt von Frauenparkplätzen diskriminiert fühlte und dagegen klagte, wird im Gerichtsgebäude interviewt. (Archivbild)
Der 26-jährige Dominik Bayer aus dem Rheinland, der sich bei einem Besuch in Eichstätt von Frauenparkplätzen diskriminiert fühlte und dagegen klagte, wird im Gerichtsgebäude interviewt. (Archivbild)  © DPA

Titelfoto: DPA


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