Brandstiftung? Notunterkunft für Obdachlose steht in Flammen, zwei Personen verletzt

Eilenburg - Am Dienstagnachmittag geriet die Obdachlosenunterkunft in Eilenburg im Landkreis Nordsachsen in Brand. Die Feuerwehr verhinderte gerade noch Schlimmeres - und vermutet eine Brandstiftung.

Die Anwohner können vorerst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren.
Die Anwohner können vorerst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren.  © Tobias Junghannß

Wie die Leipziger Polizei am Mittwochmorgen bestätigte, war es am Dienstag gegen 15.30 Uhr zu einem Brand in einer Kellerbox in der Torgauer Straße in Eilenburg gekommen. Mehrere Altreifen waren in Flammen aufgegangen.

Als die Feuerwehr Eilenburg mit etwa 30 Mann vor Ort eintraf, kam ihnen bereits ein verletzter Mieter entgegen.

"Wir fanden einen Mieter mit schwarzer Nase und Ruß im Gesicht vor, er wurde sofort behandelt", berichtete Einsatzleiter Kay Kuhnert. Auch eine zweite Person musste wegen einer Rauchgasvergiftung behandelt werden.

Besonders gefährlich: Der Qualm aus dem Keller zog schnell ins Treppenhaus. Durch den geringen Sauerstoffgehalt im Keller erschwerten sich die Löscharbeiten für die Kameraden.

In dem Haus hatten sich mehrere Wohnungen und auch eine Notunterkunft befunden, in der Obdachlose wohnen. Alle Wohnungen wurden versiegelt und können vorerst nicht mehr bewohnt werden. Einen Zufall schließt die Feuerwehr aus. "Altreifen können sich nicht alleine entzünden", so Kay Kuhnert.

Die Kripo ermittelt.

Der Qualm stieg aus dem Kellerabteil nach oben.
Der Qualm stieg aus dem Kellerabteil nach oben.  © Tobias Junghanß

Titelfoto: Tobias Junghanß

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