Verrückt: Ein Haufen männlicher Loser kämpft bei dieser WM um eine Medaille!

Berlin - Sympathischer Loser-Film! "Ein Becken voller Männer" von Regisseur Gilles Lellouche (Männer und die Frauen) startet am 27. Juni in den deutschen Kinos und weiß gut zu unterhalten.

Die Gruppe völlig unterschiedlicher Männer muss hart trainieren.
Die Gruppe völlig unterschiedlicher Männer muss hart trainieren.  © PR/Studiocanal GmbH / Mika Cotellon

Der Film beginnt mit dem depressiven Bertrand (Mathieu Amalric), der seit zwei Jahren nicht mehr arbeiten kann und die Tage auf der Couch verbringt.

Ab und zu geht er immerhin schwimmen.

Als er sieht, dass ein Synchronschwimmteam für Männer nach neuen Mitgliedern sucht, bewirbt er sich bei Delphine (Virginie Efira), die selbst eine großartige Synchronschwimmerin war, bis ihre Partnerin Amanda (Leila Bekhti) sich verletzte und gefrustet im Rollstuhl sitzt.

Delphine nimmt Bertrand auf. Der lernt nach und nach den von einer tief verankerten inneren Wut geplagten Laurent (Guillaume Canet), den in finanziellen Schulden erstickenden Marcus (Benoit Poelvoorde), den unbedarften Bademeister Thierry (Philippe Katerine) und einige andere kennen und schätzen.

Gemeinsam gibt sich die Gruppe Loser Kraft und verkraftet auch das Gelächter der Zuschauer. Nach und nach überträgt sich das sportliche Selbstbewusstsein auch auf das Privatleben.

"Ein Becken voller Männer" setzt eine typische Sportfilm-Dramaturgie sympathisch um

Damit ihre Form besser wird, wird das Synchronschwimmteam der Männer zwei Stunden in die Sauna gesperrt.
Damit ihre Form besser wird, wird das Synchronschwimmteam der Männer zwei Stunden in die Sauna gesperrt.  © PR/Studiocanal GmbH / Mika Cotellon

Diese typische Sportgeschichte ist grundsolide umgesetzt. Wer einen angenehm zu schauenden Feel-Good-Film sehen will, ist hier an der richtigen Adresse.

Denn dank des gut aufgelegten Casts, der mit der Crème de la Crème des französischen Kinos aufwartet, ist "Ein Becken voller Männer" ein sympathischer und charismatischer Film geworden.

Zwischen den Stars stimmt die Chemie. Das wiederum sorgt dafür, dass die Zuschauer mit den Figuren mitfiebern und eine emotionale Bindung aufbauen.

Zwar fehlt stellenweise ein wenig die Balance in der Charakterdarstellung und driftet beinahe ins Lächerliche ab, doch diese kleineren Schwächen sind zu verkraften, weil man dem Film und seinen Protagonisten nicht lange böse sein kann.

Dazu überzeugen die ruhige Kameraführung, die schönen Locations, die stimmige Musikuntermalung, die witzigen Kostüme, Frisuren, die erstklassige Schwimm-Choreografie und die gute Situationskomik.

Etwas mehr Feinschliff hätte "Ein Becken voller Männer" nicht geschadet

Zahlt sich die harte Arbeit für den Haufen Loser am Ende aus?
Zahlt sich die harte Arbeit für den Haufen Loser am Ende aus?  © PR/Studiocanal GmbH / Mika Cotellon

Auf der anderen Seite hätte das Drehbuch noch an der ein oder anderen Stelle ein wenig mehr Feinschliff gebrauchen können, weil es teilweise ein wenig überfrachtet daherkommt und mitunter auch kleinere Längen hat.

Hinzu kommt ein tolles, aber auch unglaubwürdiges Finale.

Doch auch darüber tragen die geschliffenen und klugen Dialoge in Verbindung mit den vielen interessanten Themen des Films hinweg.

Denn "Ein Becken voller Männer ist keine oberflächliche Komödie, sondern hat Tiefgang und regt zum Nachdenken an.

Insgesamt gesehen ist "Ein Becken voller Männer" empfehlenswert geworden.

Die Schauspieler sind gut aufgelegt, die Geschichte ist sympathisch und warmherzig und die Situationskomik gelungen. Da sieht man auch über die ein oder andere Drehbuch-Schwäche und kleinere Unausgewogenheiten hinweg. Ein angenehm zu guckender Feel-Good-Film.

Die Männergruppe weiß um die Schwere ihrer Aufgabe.
Die Männergruppe weiß um die Schwere ihrer Aufgabe.  © PR/Studiocanal GmbH / Mika Cotellon

Titelfoto: PR/Studiocanal GmbH / Mika Cotellon

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