Razzia in Einbrecher-Treffpunkt: Polizei stürmt Kulturverein

Hamburg - Einsatz gegen mutmaßliche Einbrecher-Banden: Die Polizei hat am Dienstagabend einen Kulturverein in Hamburg-Wilhelmsburg durchsucht.
Polizisten führen einen festgenommenen Mann aus einem Kulturverein in Hamburg ab.
Polizisten führen einen festgenommenen Mann aus einem Kulturverein in Hamburg ab.  © JOTO

Etwa 50 Polizisten stürmten gegen 19.30 Uhr die Räume an der Fährstraße.

Sie trafen auf 24 Menschen, die sie durchsuchten und überprüften.

Der Kulturverein gilt als mutmaßlicher Treffpunkt reisender Einbrecher-Banden, sagte ein Polizeisprecher dem NDR.

Die Polizei nahm fünf Verdächtige fest, da sie sich vermutlich illegal in Deutschland aufhielten.

Die Razzia dauerte etwa zwei Stunden.

Einbrecher sollen sich in Hamburg nicht wohlfühlen und einen Bogen um die Stadt machen, das ist das Ziel der Polizei.

Im Jahr 2015 wurde dazu die Soko Castle gegründet, die im April 2018 zur Dauereinrichtung des Landeskriminalamtes wurde (TAG24 berichtete).

Im Fokus der Ermittler stehen immer wieder große Razzien bei Treffpunkten mutmaßlicher Einbrecher.

Ende Oktober durchsuchten sie ein Gebäude in Billstedt (TAG24 berichtete). Ein Vereinsheim auf St. Pauli war im Mai Ziel einer Razzia (TAG24 berichtete).

Update, 13.23 Uhr:

Wie die Polizei mitteilte, gab es nicht fünf, sondern zehn vorläufige Festnahmen wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts. Die Männer sind im Alter von 20 bis 31 Jahren. Sechs haben die albanische Staatsangehörigkeit, drei die türkische und einer die kosovarische.

Bei zwei weiteren Männern fanden die Polizisten eine geringe Menge Marihuana.

Ein 43-jähriger Türke hatte außerdem rund 19.000 Euro Bargeld bei sich. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Geldwäsche eingeleitet.

Ob die überprüften Männer im Zusammenhang mit Wohnungseinbrüchen stehen, wird derzeit von der Polizei untersucht.

Titelfoto: JOTO

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